Nach einem deutlichen Markteinbruch in diesem Jahr erwartet die Wärmepumpenbranche bis 2025 einen Absatzanstieg auf 260.000 Geräte. Der Bundesverband Wärmepumpe betont die zentrale Rolle stabiler Förderbedingungen und fordert die Politik zu klaren Signalen für erneuerbare Heizalternativen auf.

Nach einem Markteinbruch im laufenden Jahr erwarten die Hersteller von Wärmepumpen eine leichte Erholung. "Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) einen Absatz von knapp unter 200.000 Wärmepumpen, für 2025 werden bei den aktuellen Bedingungen rund 260.000 Geräte prognostiziert", teilte der Bundesverband im Vorfeld seiner Jahrestagung mit. Hoffnungsvoll stimmten insbesondere die weiter steigenden Förderzahlen der KfW-Förderbank. 2023 hatte die Branche noch 356.000 Wärmepumpen abgesetzt.
Branche unterstreicht Bedeutung von verlässlicher Förderung
Für die starke Kaufzurückhaltung bei Wärmepumpen in diesem Jahr hat nach Einschätzung des Verbandes vor allem die Ankündigung zur kommunalen Wärmeplanung und die nicht ausreichende Bekanntheit der Förderprogramme gesorgt. Mit Blick auf eine neue Regierung forderte BWP-Geschäftsführer Dirk Abel eine verlässliche Förderung. "Industrie, Handwerk und Gebäudeeigentümer benötigen positive Anreize zugunsten der erneuerbaren Alternativen, insbesondere der Wärmepumpe", sagte er.
Branche wünscht sich weniger Polemik in Sachen Heizung
Sabel fordere eine künftige Bundesregierung zudem dazu auf, die Verbraucher bei den Strompreisen – etwa durch eine Senkung der Stromsteuer oder der Netzentgelte - zu entlasten. Auch sollten die im vergangenen Jahr geschaffenen Rahmenbedingungen sowohl bei der Heizungsförderungen im Rahmen der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) als auch im Gebäudeenergiegesetz (GEG) stabil gehalten werden. "Polemische Debatten um eine mögliche Rücknahme der sinnvollen Vorgaben für neue Heizungen im GEG oder zu vermeintlich astronomischen Kosten schaden der deutschen Wirtschaft, die auf Planungssicherheit angewiesen ist", unterstrich Sabel.