Krankenversicherungsbeiträge 2015 Viele private Kassen erhöhen die Preise

Ab Januar 2015 wird die Krankenversicherung für viele Privatversicherte – und alle, die vorhatten es zu werden – teurer. Über zwanzig Versicherungen haben angekündigt, die Preise zu erhöhen. Was nun auf Neu- und Bestandskunden zukommt.

Manche privat Versicherte werden nahezu jedes Jahr mit Beitragsanpassungen konfrontiert. Auch für 2015 stehen sie an. - © Foto: PhotoSG/Fotolia

Dass zum 1. Januar Vertragsveränderungen und auch Preissteigerungen bei der privaten Krankenversicherung anstehen, ist nicht ungewöhnlich. Doch 2015 kommt es geballt – vor allem für Neukunden . Aber auch die insgesamt fast neun Millionen Privatversicherten in Deutschland müssen teilweise mit Preissteigerungen rechnen. Das berichtet das 1A Verbraucherportal .

Noch nicht von allen Versicherungen ist bekannt, was sie für 2015 planen, denn der Zeitrahmen, in dem Anpassungen in Kraft treten, wird sich von Januar bis Mai 2015 ziehen. Den Recherchen des Verbraucherportals zufolge hat gut die Hälfte der privaten Krankenversicherungen höhere Beiträge zwischen einem niedrigen einstelligen Bereich und bis zu 30 Prozent Steigerung für Neukunden in einigen Tarifen angekündigt. Dazu gehören:

  • Münchener Verein
  • Deutschen Ring
  • Central
  • Arag
  • uniVersa
  • Signal,
  • Barmenia
  • Allianz
  • Nürnberger
  • Continentale
  • Inter
  • LKH
  • LVM
  • Württembergische
  • Bayerischen Beamtenkrankenkasse
  • Mecklenburgischen
  • Provinzial
  • UKV

Geplant, aber formal noch ungenehmigt seien Beitragsanpassungen bei:

  • Axa
  • Gothaer
  • R+V
  • Hallesche

Auch für Bestandskunden wird es teurer. Diese Versicherungen haben bislang Preiserhöhungen in bestimmten Tarifen und für einzelne Altersgruppen zum 1. Januar angekündigt:

  • Continentale
  • Barmenia
  • Axa
  • Süddeutsche

Eine weitere Welle der Beitragsanpassungen folgt dann voraussichtlich ab März 2015. Kommt es zu Preiserhöhungen, haben die meisten Versicherungskunden ein Sonderkündigungsrecht. Bevor sie das nutzen, sollten Privatversicherte aber erst einmal die Preise und Tarife vergleichen – sowohl bei der Versicherungen, bei der man bereits einen Vertrag abgeschlossen hat als auch bei externen Anbietern. Bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter kann es sein, dass neue Gesundheitsprüfungen anstehen und so kein günstiger Tarif erreicht wird.

Haben sich die Beitragserhöhungen noch vor ein paar Jahren auf den Anfang des Jahres konzentriert und große Wechselwellen zum Jahresende ausgelöst, so ändert sich das zunehmend.

Das entzerrt laut dem 1A Verbraucherportal die Wechselaktivität seitens der Kunden und erreicht in der öffentlichen Wahrnehmung nicht die Aufmerksamkeit wie ein Zeitpunkt für alle Versicherten. dhz

Mehr Hintergründe zu den einzelnen Beitragssteigerungen gibt es hier.>>>

Wie Sie von der privaten wieder zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln , lesen Sie hier.>>>