Vermittlung von Privaten Krankenversicherungen Wenn die private Krankenkasse nicht zahlt

Tausende Privatversicherte beschweren sich jedes Jahr, wenn ihre private Versicherung nicht zahlt. Dabei kommt es vor allem auf die Gespräche mit den Vermittlern an.

Wichtig bei privaten Versicherungen ist die volle und einfache Information durch Beratungssgespräche. - © PHILETDOM/Fotolia.com

Aus dem Bericht des Ombudsmanns für die Private Krankenversicherung (PKV) geht hervor, dass viele Privatversicherte nicht genau wissen, was in der Police ihrer Krankenversicherung steht. Wenn die Versicherung nicht zahlt, ist der Ärger oft groß. Doch manchmal lassen sich die Unternehmen noch umstimmen.

Tausende Versicherte beschweren sich jedes Jahr bei Helmut Müller. Der PKV-Ombudsmann glaubt nicht an den informierten Versicherten. Die Versicherungsprodukte seien kompliziert - und selbst beim Abschluss eines Vertrags widerstrebt es dem Versicherten in der Regel, sich mit Tod, Krankheit oder möglichen Unfällen auseinanderzusetzen. "Er weiß allenfalls, dass er Sicherheit braucht", so Müller.

Umso wichtiger sei volle und einfache Information. Versicherungsanträge und Merkblätter lese der Versicherte oftmals nicht, sagt Müller. Es komme darauf an, was die Vermittler im Gespräch erläutern .

Beratungsprotokolle sind wichtiger als Merkblätter

Um dies auch im Nachhinein beurteilen zu können, gibt es Beratungsprotokolle. Oft, so das Fazit des Ombudsmanns, wird zwar der nötige Versicherungsschutz ordentlich besprochen. Doch Versicherte geraten auch nach wie vor an Makler, die vor allem an ihre Provision denken, Gespräche nicht protokollieren oder bei günstigen Tarifen nicht vor den entsprechend mageren Leistungen warnen. Laut Müller fehlt es an Aufsicht über Makler.

Rund 6000 Mal haben sich 2013 Versicherte beim Ombudsmann beschwert - etwas weniger als im Vorjahr. Aus seiner Sicht sind die meisten zufrieden mit der Versicherung. Wenn es Streit gibt, dann oft darüber, ob Behandlungen, Klinikaufenthalte, Pillen oder Hilfsmittel medizinisch nötig sind und erstattet werden sollen. dpa/dhz