Trotz guter Stimmung im Handwerk bleiben die Prognosen für 2013 gedämpft. Grund für den verhaltenden Blick in die Zukunft: Die Umsätze sind seit dem Superjahr 2011 immer weiter zurückgegangen.

Nach der Berg- die Talfahrt? Derzeit hat es den Anschein, als würde auch 2013 kein gutes Jahr für das deutsche Handwerk werden. Die rückläufigen Umsatzzahlen sprechen für sich. 2012 erzielte das zulassungspflichtige Handwerk um 3,4 Prozent niedrigere Umsätze als im Jahr 2011. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt anlässlich der Internationalen Handwerksmesse in München.
Die größten Einbußen musste demnach das Kraftfahrzeuggewerbe mit einem Minus von 4,7 Prozent hinnehmen. In der Baubranche verringerten sich die Umsätze um 4,4 Prozent nachdem 2011 hohe Steigerungen erzielt worden waren. Die geringsten Verluste verzeichneten die Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe sowie die Handwerker für den privaten Bereich. Zu letzter Gruppe gehören beispielsweise Friseure oder Steinmetze. Im Gegensatz zu den vergleichsweise geringen Umsatzzahlen, verzeichnete diese Branche einen starken Rückgang bei ihren Beschäftigten.
Laut Aussagen des Portals finanzen.net liegen die Gründe für den Umsatzrückgang einerseits im hohen Jahresniveau von 2011, andererseits darin, dass es im dritten Quartal 2012 einen Arbeitstag weniger als im Vorjahresquartal gab. dhz