Dass eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung des Finanzamts in 99 Prozent aller Fälle zu Steuernachzahlungen führt, ist klar. Doch dass 2011 knapp zwei Milliarden Euro Steuernachzahlungen festgesetzt wurde, überrascht schon. Welche Signalwirkung hat dieses Mehrergebnis?
Die zwei Milliarden Umsatzsteuernachzahlungen aufgrund Umsatzsteuer-Sonderprüfungen im Jahr 2011 wurden bei 93.144 geprüften Betrieben erzielt. Das würde bedeuten, dass im Durchschnitt jeder geprüfte Betrieb nach Abschluss der Prüfung rund 21.500 Euro ans Finanzamt zahlen muss. Eine Zahl, bei der viele Handwerksbetriebe bereits in finanzielle Schieflage geraten könnten.
Betriebsprüfer werden aktiv
Die im Raum stehenden zwei Milliarden Euro Steuernachzahlungen dürften in der Zukunft dazu führen, dass zum einen mehr Umsatzsteuerprüfer des Finanzamts eingesetzt werden und dass somit deutlich mehr Betriebe geprüft werden.
Tipp: Gerade bei der Vorsteuer sind Steuernachzahlungen wegen Mängeln in der Eingangsrechnung besonders ärgerlich. Insbesondere dann, wenn diese fehlerhaften Rechnungen nicht mehr berichtigt werden können, weil der Rechnungsaussteller bereits insolvent ist oder seinen Betrieb aufgegeben hat. Aus diesem Grund sollten Unternehmer besonderen Wert darauf legen, die Eingangsrechnungen auf die erforderlichen Rechnungsangaben abzuklopfen. dhz
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