Handwerk mit großem Plus Umsatz steigt um 7,1 Prozent

Das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für das zulassungspflichtige Handwerk. Im Vergleich zum Vorjahr machten die Betriebe 7,1 Prozent mehr Umsatz. Noch besser lief es für die Gruppe der Handwerke für den gewerblichen Bedarf. Ihre Auftragsumsätze kletterten sogar auf 12,7 Prozent. Die Handwerksunternehmen nutzen die gute Konjunktur um neue Arbeitskräfte einzustellen.

Die Entwicklung des Umsatzes im Bauhauptgewerbe (blau) im Handwerk für den gewerblichen Bedarf (rot) und für den privaten Bedarf (gelb) im Jahr 2011. - © Statistisches Bundesamt

Allen sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks erzielten laut Statistische Bundesamt (Destatis) 2011 höhere Umsätze als im Jahr 2010. Mit 10,3 Prozent Umsatzplus lief es vor allem für das Bauhauptgewerbe gut. Das milde Wetter im Winterquartal und die gute Konjunktur nutzten vor allem den Dachdeckern (plus 12,1 Prozent).

Im gesamten Handwerk legte der Umsatz um sieben Prozent zu. Vergleichsweise schwach entwickelte sich der Umsatz im Gesundheitsgewerbe (plus zwei Prozent) und im Lebensmittelgewerbe (plus 3,7 Prozent). Dabei erzielte das zulassungsfreie Handwerk der Müller mit 23,4 Prozent den höchsten Zugewinn.

Jobmotor: Handwerken für den gewerblichen Bedarf

Die Handwerksunternehmer setzten das Umsatzplus gleich als Jobmotor um. In fünf der sieben Gewerbegruppen stiegen die Beschäftigtenzahlen im letzten Jahr. Das stärksten Umsatzplus in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, nutzen die Unternehmer für die meisten Neueinstellungen. Ihre Belegschaften erhöhten sich um zwei Prozent. Die besten Berufsaussichten hatten 2011 im zulassungspflichtigen Handwerk die Feinwerkmechaniker. Die Betriebe stellten hier 3,4 Prozent zusätzliche Arbeitskräfte ein. Gesunken ist dagegen die Nachfrage nach Informationstechnikern (1,5 Prozent).

Auch im Lebensmittelgewerbe (– 1 Prozent) und im Handwerk für den privaten Bedarf (– 2,8 Prozent) ging die Beschäftigung zurück. Insgesamt erhöhte sich die Anzahl der Arbeitskräfte im zulassungspflichtigen Handwerk um 0,6 Prozent von 2010 zu 2011. dhz