Kosten eines Steuerberaters bei Antrag auf Corona-Hilfe Überbrückungshilfe: Vereinbarung zum Honorar des Steuerberaters treffen

Wer einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellt, muss dies mit Hilfe eines Steuerberaters tun. Und dieser arbeitet natürlich nicht umsonst. Wie Sie vermeiden, dass es beim Honorar zu teuren Überraschungen kommt.

Ohne Berater geht bei der Antragstellung nichts. Unternehmer sollten aber vorab mit ihrem Steuerberater eine Honorar-Vereinbarung treffen. - © Gajus - stock.adobe.com

Anträge auf Überbrückungshilfe wegen der Corona-Pandemie dürfen nicht vom Unternehmer selbst gestellt werden, sondern nur von einem Steuerberater, einem Rechtsanwalt, einem Wirtschaftsprüfer oder von einem vereidigten Buchprüfer (prüfende Dritte). Eines ist klar: Die korrekte Antragstellung nimmt einige Zeit in Anspruch. Dementsprechend kann das Beraterhonorar höher ausfallen als gedacht. Doch mit welchen Beratungshonoraren müssen Handwerker rechnen? In der Praxis sind Fälle aufgetaucht, bei denen ein Handwerker einen Anspruch aus der Überbrückungshilfe von 2.500 Euro zugesprochen bekam und dafür tatsächlich 1.500 Euro Beratungshonorar überweisen musste.

Mit diesen Honoraren ist zu rechnen

Die Bundesteuerberaterkammer weist auf die Vielfältigkeit bei der Antragstellung auf Überbrückungshilfe hin und dass die Frage, wie viel ein Steuerberater für die Beantragung der Überbrückungshilfe abrechnen kann oder soll, nicht pauschal beantwortet werden kann. Nur so viel wird verraten: Es handelt sich bei der Antragstellung des Steuerberaters um eine vereinbarte Tätigkeit mittels Honorarvereinbarung über eine übliche Vergütung gemäß § 612 Abs. 2 BGB, für die die Vergütungsverordnung für Steuerberater (StBVV) keine Anwendung findet. Online-Recherchen haben ein durchschnittliches Stundenhonorar von 150 Euro ergeben.

Doch was nicht vergessen werden sollte: Nach einer Bundesanweisung, die eine abschließende Liste von Fixkosten enthält, die förderfähig sind, werden auch die Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer aufgeführt, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen. Je nach Umsatzeinbruch kann also ein Teil der voraussichtlichen Beratungshonorare für die Beantragung der Überbrückungshilfe erstattet werden. Zudem wirken sich die im Rahmen der Überbrückungshilfe nicht erstatteten Beratungshonorare als Betriebsausgaben aus, was eine zusätzliche Steuerersparnis bringt.

Verhaltensknigge für betroffene Unternehmer

Ohne Berater geht bei der Antragstellung nichts. Unternehmer sollten auf jeden Fall mit Ihrem Steuerberater vorab eine klare Vereinbarung treffen, mit welchen Stundensätzen der Berater die Hilfe bei der Antragstellung auf Überbrückungshilfe abrechnet und in welcher Höhe mit einer Erstattung als Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe zu rechnen ist. Nur so lassen sich böse Überraschungen bei der Steuerberaterrechnung vermeiden. bek