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Steuertipp Steuerfreies Gehaltsextra: Werkzeuggeld

Sind Sie im Außendienst bei Kunden oder auf Baustellen unterwegs und verwenden dabei eigenes Werkzeug, kann Ihr Arbeitgeber Ihnen jeden Monat bis zu 50 Euro steuer- und abgabenfrei als so genanntes Werkzeuggeld ausbezahlen. Damit es mit der Steuerfreiheit klappt, sollten Sie jedoch einige Besonderheiten beachten.

Dieses steuer- und abgabenfreie Gehaltsextra "Werkzeuggeld" gibt es nur, wenn Sie als Arbeitnehmer eigenes Werkzeug für betriebliche Arbeiten verwenden (§ 3 Nr. 30 EStG). Ein Werkzeug im Sinn dieser Vorschrift ist eine Sache, mit der eine andere Sache bearbeitet wird.

Zahlt der Arbeitgeber Ihnen noch etwas für den Zeitaufwand für das Reinigen des Werkzeugs, ist diese Zahlung dagegen voll steuer- und abgabenpflichtig.

Werkzeuggeld: Nachweise sammeln

Damit das Finanzamt die Steuerfreiheit für die Zahlung von Werkzeuggeld akzeptiert, müssen Sie als Arbeitnehmer Nachweise erbringen, die der Arbeitgeber bei seinem Lohnkonto aufbewahren muss. Denkbar sind insbesondere folgende Nachweise:

  • Schriftliche Aufzeichnungen, welche privaten Werkzeuge in einem Zeitraum von drei Monaten für betriebliche Arbeiten verwendet wurden.
  • Die betrieblichen Arbeiten sollten erläutert werden.
  • Der Arbeitgeber sollte bescheinigen, dass er Ihnen nicht für alle Arbeiten Werkzeug zur Verfügung stellt.

Steuertipp: In einem Uralt-Urteil des Bundesfinanzhofs wurde es erlaubt, dass der Arbeitgeber pauschal 50 Euro steuer- und abgabenfrei an den Arbeitnehmer für die Verwendung privater Werkzeuge zahlen darf (BFH, Urteil v. 21.8.1995, Az. VI R 30/95). Sollten Sie das erste Mal Werkzeuggeld an Arbeitnehmer zahlen und unsicher sein, können Sie sich vom Finanzamt im Rahmen einer kostenlosen Anrufungsauskunft bestätigen lassen, dass Sie lohnsteuerlich alles richtig machen. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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