Ergebnisse der Frühjahrsumfrage So geht es dem Gebäudereiniger-Handwerk

Laut der aktuellen Frühjahrsumfrage verbessern sich die Geschäftsaussichten für das Gebäudereiniger-Handwerk. Die Stimmung steigt, auch wenn der Fachkräftemangel weiter präsent ist. Ein Fünftel der Betriebe beschäftigen mittlerweile geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

Der Fachkräftemangel im Gebäudereiniger-Handwerk wird durch die Beschäftigung von geflüchteten Ukrainern abgedämpft. - © Coka - stock.adobe.com

Die Gebäudereiniger blicken wieder mit mehr Zuversicht in die Zukunft. Dies macht die aktuelle Frühjahrsumfrage deutlich. Zu schaffen macht der Branche allerdings der Arbeitskräftemangel. "Die größte Herausforderung bleibt die Personalgewinnung", teilte der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks mit. Zwar sei es gut einem Fünftel der befragten Unternehmen gelungen, Geflüchtete aus der Ukraine einzustellen, fast dreimal so viele Betriebe seien aber wegen zu viel Bürokratie daran gescheitert.

Bundesinnungsmeister: Politik muss Behördenwirrwarr beenden

Mit Blick auf den anhaltenden Arbeitskräftemangel ist dies für Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich nicht akzeptabel: "Wenn Behördenwirrwarr, Dauer der Bearbeitung oder fehlende Arbeitserlaubnis für unsere Betriebe die größten Hürden darstellen, sind das hausgemachte Probleme, die die Politik schnellstmöglich abräumen muss." Weitere Herausforderungen bei der Einstellung von Geflüchteten sind nach Aussage der Betriebe Sprachbarrieren, fehlende Unterkünfte sowie Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.

Keine Mehrheit für 4-Tage-Woche

Wie die Online-Konjunkturumfrage des Bundesverbandes unter rund 400 Mitgliedsunternehmen von Ende März bis Mitte April 2023 deutlich machte, haben 40,5 Prozent der befragen Unternehmen eine positive Geschäftserwartung. Im Herbst lag der Wert bei 31,3 Prozent. 37,3 Prozent (Herbst: 30,2 Prozent) erwarten gleichbleibende Geschäfte. Negative Geschäftserwartungen haben dagegen nur 22,2 Prozent. Im Herbst lag der Wert noch bei 38,5 Prozent. Umstritten bleibt die Frage nach einer 4-Tage-Woche. Auf einer Skala von eins wie "nicht vorstellbar" und zehn wie "sehr gut vorstellbar", ergab sich ein Durchschnittswert von 4,6.

Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks vertritt knapp 2.500 Mitgliedsbetriebe, die rund 85 Prozent des Marktes repräsentieren. Insgesamt beschäftigt die Branche rund 700.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hat sie nach vorläufigen Zahlen rund 23,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 21,2 Milliarden Euro) umgesetzt.