Arbeitsschutz und Versicherung Private Bauvorhaben bei der BG BAU anmelden: So geht's

Ob Neubau, Umbau oder Sanierung: Wer ein privates Bauvorhaben startet, muss das innerhalb einer Woche der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) melden. Wie das geht und warum es nötig ist.

Bauplan, Hausbau, Helfer
Private Bauherren sind nicht automatisch durch die BG BAU versichert. - © Romolo Tavani - stock.adobe.com

Wer ein eigenes Haus baut oder saniert, muss vieles beachten. So muss das Bauvorhaben auch bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) angemeldet werden, sonst drohen Bußgelder. Die Regelung gilt für alle Bauarbeiten, die private Bauherrinnen und Bauherren - mit oder ohne Helfende - ausführen.

Eine einfache und schnelle Anmeldung privater Bauvorhaben ist über das Onlineformular der BG BAU möglich. Private Bauherrinnen und Bauherren müssen der Berufsgenossenschaft außerdem den Beginn der Baumaßnahme, die ausgeführten Arbeiten, die geleisteten Arbeitsstunden sowie das Ende der Bauarbeiten mitteilen. Der sogenannte Nachweis über Eigenbauarbeiten kann ebenso wie die Bauherrenauskunft im Antwortportal der BG BAU elektronisch abgegeben werden.

Unterstützung privater Bauvorhaben

Die Berufsgenossenschaft unterstützt bei der praktischen Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen auf der Baustelle. Zugleich stehen die privaten Hilfskräfte auf der Baustelle - ob Familienangehörige, Verwandte, Bekannte, Nachbarn, Freundinnen oder Freunde - grundsätzlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit übernimmt die BG BAU die medizinische Versorgung, sofern notwendig die Rehabilitation und finanzielle Leistungen, wie zum Beispiel Renten.

Der Unfallversicherungsschutz entfällt allerdings bei sehr engen persönlichen Beziehungen und lediglich geringfügiger Unterstützung. Die Bauherrin oder der Bauherr ist in den meisten Fällen verwandtschaftlicher oder freundschaftlicher Hilfe aber vor Schadensersatzansprüchen von Verletzten und versicherten Hilfskräften geschützt, denn die BG BAU übernimmt diese Haftung. Mit dem Merkblatt für private Bauherren gibt die Berufsgenossenschaft Hinweise, welche Hilfstätigkeit versichert ist.

Auch Bauherren sollten sich versichern

Allerdings gilt laut Gesetz: Nur die Bauhelferinnen und Bauhelfer sind durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Die private Bauherrin bzw. der private Bauherr sowie ihre bzw. seine Ehepartnerin oder -partner sind damit nicht automatisch versichert. Sie können sich aber freiwillig versichern. Hierfür ist ein schriftlicher Antrag erforderlich. Dieser Versicherungsschutz umfasst ebenfalls Unfälle während der Tätigkeit und auf dem Weg zu und von der Baustelle sowie Berufskrankheiten. aul