Die Mitte des Jahres gegründete Initiative "Mit einer Stimme" ist erfolgreich gestartet. Ende August hatten sich bereits mehr als 5.000 Unterstützer auf der Webseite www.miteinerstimme.org angemeldet.

Auf der Facebook-Seite verzeichnete man rund 700 Fans. Eine zunehmende Zahl an Handwerksverbänden und Partnern aus verschiedenen Branchen haben sich der Initiative angeschlossen.
Ziel ist eine Online-Petition, die verhindern soll, dass Handwerker aufgrund von Materialmängeln der Lieferanten auf den Ein- und Ausbaukosten unverschuldet sitzen bleiben. Damit das Thema durch den Bundestag behandelt werden kann, werden bis zum Frühjahr insgesamt 50.000 Unterstützer benötigt. Mitinitiator Thomas Böhmler ist sich sicher, dass die Zahl der Unterstützer erreicht wird, zumal noch weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen geplant sind.
Auf der Webseite haben betroffene Handwerksunternehmen die Möglichkeit, ihren persönlichen Fall zum Thema zu schildern – auch um der Politik die Wichtigkeit einer Gesetzesänderung zu verdeutlichen.
Hintergrund: Bereits am 15. Juli 2008 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass Aus- und Wiedereinbaukosten eines fehlerhaften Produkts nicht der Verkäufer tragen muss. Seitdem gilt in Deutschland folgende Regelung bei bereits eingebauten Produktmängeln: Ausführende Unternehmen bleiben aufgrund fehlender Gesetzesgrundlage auf den Ein- und Ausbaukosten des bereits fehlerhaft gelieferten Materials sitzen. Für einen Betrieb kann das das finanzielle Aus bedeuten. fm