Lohnuntergrenze gilt seit 21. März Mindestlohn für Maler und Lackierer ab August allgemeinverbindlich

Der Mindestlohn für Maler und Lackierer ist ab dem 1. August allgemeinverbindlich, also auch für Betriebe, die nicht tariflich gebunden sind.

Der Mindestlohn gilt für alle Betriebe – egal ob tarifgebunden oder nicht. - © Foto: BV Farbe Gestaltung Bautenschutz

Der neue Tarifvertrag im Maler- und Lackiererhandwerk gilt seit dem 21. März 2014 für rund 140.000 Beschäftigte. Die Tarifvertragsparteien hatten beantragt, die darin vereinbarten Mindestlöhne für allgemeinverbindlich zu erklären. Das Bundesarbeitsministerium erlässt jetzt dazu die erforderliche Verordnung. Damit gilt der tarifliche Mindestlohn für alle Arbeitgeber der Branche.

Ab dem 1. August gelten bis zum 30. April 2017 folgende Mindeststundenlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk:

Für ungelernte Beschäftigte bleibt es bis zum 30. April 2015 bei 9,90 Euro. Erhöht wird zum 1. Mai 2015 auf 10 Euro und zum 1. Mai 2016 auf 10,10 Euro. Für gelernte
Beschäftigte galt bisher für Westdeutschland und Berlin ein Mindeststundenlohn von 12,15 Euro. Für Ostdeutschland waren es 9,90 Euro.

Achte VerordnungWestBerlinOst
01.08.2014 bis 30.04.201512,50 Euro12,30 Euro10,50 Euro
01.05.2015 bis 30.04.2016 12,80 Euro12,60 Euro10,90 Euro
01.05.2016 bis 30.04.2017 13,10 Euro12,90 Euro11,30 Euro


Die Mindestlöhne gelten auch für Arbeitgeber mit Sitz im Ausland, wenn sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

In zur Zeit 13 Branchen mit insgesamt gut vier Millionen Beschäftigten sind Mindestlöhne bundesweit festgeschrieben. Die Tarifpartner haben sie ausgehandelt, die Bundesregierung hat sie gemäß Arbeitnehmerentsendegesetz und Arbeitnehmerüberlassungsgesetz für allgemeinverbindlich erklärt. dhz