Branche -

Mehr Lohn 2020 So hoch ist der Mindestlohn auf dem Bau 2020

Der Bau boomt, seit Jahren wachsen die Umsätze. Nun gibt es mehr Geld für die Beschäftigten am unteren Ende der Lohnskala. Die Zahlen im Überblick.

Zehntausende Bauarbeiter bekommen 2020 mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich Ende 2019 auf höhere Mindestlöhne in der Branche verständigt und dem Schiedspruch Anfang 2020 zugestimmt. Die Lohnuntergrenze für Hilfsarbeiten ist am 1. April um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde. gestiegen

Der Mindestlohn für Facharbeiter in Westdeutschland und Berlin ist um 20 Cent auf 15,40 Euro beziehungsweise 15,25 Euro gestiegen. In den ostdeutschen Flächenländern gibt es diesen Facharbeiter-Mindestlohn nicht.

Von den neuen Mindestlöhnen profitieren nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200.000 der rund 820.000 Bau-Beschäftigten. Grundlage der Einigung war ein Schlichterspruch des Präsidenten des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hatte die Schlichtung nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden angerufen.

Kein bundesweiter Fachkräfte-Mindestlohn

"Dem Bau geht es gut", sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger Ende 2019 der Deutschen Presse-Agentur. "Insofern ist es ein kluger Schritt des Schlichters gewesen, das Tarifsystem zu erhalten und Erhöhungen vorzusehen."

Die Gewerkschaften wollten eigentlich den Fachkräfte-Mindestlohn auch bundesweit einführen. Die Arbeitgeber dagegen wollten eine einheitliche Regelung, die auf die Abschaffung im Westen hinausgelaufen wäre.

"Unser Ziel der Schaffung eines einheitlichen und leicht zu kontrollierenden Bau-Mindestlohns wurde nicht erreicht", teilte die Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, Jutta Beeke, mit. "Der Vorschlag vermeidet aber eine längere Mindestlohn-Lücke."

Lohngruppe 1 - West Lohngruppe 2 - West Lohngruppe 1 - Ost Lohngruppe 2 - Berlin
Seit März 2019 12,20 Euro 15.20 Euro 12,20 Euro 15,05 Euro
Seit April 2020 12.55 Euro 15,40 Euro 12,55 Euro 15,25 Euro

Annahme des Schiedsspruchs im Januar 2020

Mit den normalen Lohntarifverhandlungen hat der 1997 eingeführte Mindestlohn nichts zu tun. V iele Beschäftigte bekommen in ihren Betrieben über Tarifverträge höhere Gehälter als den Branchenmindestlohn. >> Weitere Infos zum Branchenmindestlohn <<

Der Kompromiss sieht eine Laufzeit bis Ende 2020 vor. dpa

Sie nutzen ein kostenloses Angebot der Deutschen Handwerks Zeitung. Die hier bereitgestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Sie ersetzen jedoch keine fachliche Beratung. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei auch um Informationen aus unserem Archiv handeln kann, die sich im Laufe der Zeit überholt haben. Die Aktualität eines Artikels wird auf unserer Internetseite stets über der Überschrift angezeigt.

Individuelle Fragen kann und wird die Redaktion nicht beantworten.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten