Mietservice schafft Sicherheit

Dienstleistung aus einer Hand schafft bei Schutzkleidung Freiräume auch für kleine und mittlere Handwerksbetriebe

Do it yourself, also die häusliche Pflege, ist bei Schutzkleidung eingeschränkt, denn sie unterliegt strengen rechtlichen Vorgaben. Der Arbeitgeber muss gemäß PSA-Benutzerverordnung dafür sorgen, dass die Schutzausrüstung nach der Wäsche funktionsfähig ist. +#x21e5;+#x21e5;Foto: DBL

Mietservice schafft Sicherheit

Handwerksbetriebe mit geringer Mitarbeiterzahl setzen in puncto Berufskleidung gerne auf die Do-it-yourself-Methode: Die Garderobe wird gekauft und von den Mitarbeitern selbst gepflegt. Bei Schutzkleidung sind diese Möglichkeiten eingeschränkt, denn persönliche Schutzausrüstung unterliegt strengen rechtlichen Vorgaben. So werden Hersteller, Unternehmer und Beschäftigte vom Gesetzgeber in die Pflicht genommen. Durch den textilen Mietservice kann diese Verantwortung in Teilbereichen abgegeben und gleichzeitig ein kompetentes Image transportiert werden. Diese Entwicklung entspricht dem Trend der Zeit, wie der Markt-Monitor „Berufs- und Schutzkleidung 2011“ der BBE in München zeigt. Den wichtigsten Argumenten, die für den Trend zum Outsourcing sprechen, ist die DHZ nachgegangen.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist die oberste Instanz im Hinblick auf Arbeitssicherheit, denn es verfolgt das Ziel, berufsbedingte Unfälle abzuwenden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer in Sachen Arbeitsschutz aktiv werden. Der Arbeitgeber muss eine Gefährdungsbeurteilung aller Arbeitsplätze durchführen und für entsprechende Maßnahmen sorgen. Dazu können beispielsweise Absaugungen am Arbeitsplatz, aber auch geeignete Schutzkleidung gehören.

Alle Schutzmaßnahmen müssen gemäß § 3 ArbSchG vom Arbeitgeber beschafft werden, wobei die Kosten zu seinen Lasten gehen. Außerdem muss der Arbeitgeber gemäß PSA-Benutzungsverordnung dafür sorgen, dass die Schutzausrüstung funktionsfähig ist. Er muss die Garderobe also regelmäßig überprüfen - und zwar spätestens nach der Wäsche.

So muss beispielsweise sichergestellt sein, dass eine vorgeschriebene Chemikalienschutzkleidung vom Typ 6 gegen Spritzer von aggressiven Flüssigkeiten beständig ist, dass Warnkleidung ihre hohe Sichtbarkeit bei Tag und Nacht besitzt oder dass Schweißerschutzkleidung keine Löcher aufweist. Werden die von der Norm vorgeschriebenen Kriterien nicht erfüllt, muss die Garderobe aus dem Verkehr gezogen und durch eine fachgerechte ersetzt werden. Aktionen rund um die Schutzmaßnahmen müssen vom Arbeitgeber zusätzlich schriftlich dokumentiert werden.

Dem Beschäftigten entstehen bei Anschaffung und Wiederaufbereitung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) keine Ausgaben. Trotzdem werden sie in die Pflicht genommen. Arbeitnehmer müssen Schutzvorrichtungen - auch Schutzkleidung bestimmungsgemäß und im Rahmen der ihnen übertragenen Arbeitsaufgaben benutzen (BGV A1 § 17) und die Anweisungen des Unternehmers befolgen.

Eine Nichtbeachtung kann zu rechtlichen Konsequenzen führen. Die aufwändige Kontrolle der Schutzkleidung überfordert viele Betriebe, denn sie sind auf ihre handwerkliche Arbeit und nicht auf die Besonderheiten von PSA spezialisiert. Andererseits ist für die Überprüfung und die Dokumentation Zeit einzuplanen.


Grund 1: Der Mietservice schafft
Sicherheit

Der Mietservice sorgt für Entlastung. Da er als Inverkehrbringer der Schutzkleidung auftritt, ist ein textiler Dienstleister für den einwandfreien Zustand der vermieteten Teile zuständig. So ist der Vermieter beispielsweise bei einer fehlenden oder falschen CE-Konformität der Schutzkleidung haftbar. Außerdem wird er bei offensichtlichen Mängeln der Schutzwirkungen zur Rechenschaft gezogen. Das gilt etwa dann, wenn unsachgemäße Embleme auf die Kleidung aufgebracht wurden, die Schutzwirkung gegen Chemikalien nicht in dem geforderten Umfang besteht oder Reparaturen mit falschen Materialien ausgeführt wurden. Gleichzeitig bietet der Mietservice auch im Hinblick auf Sauberkeit Entlastung. Die Kleidung - egal ob Berufs- oder Schutzkleidung - wird dem Kunden in einem ordnungsgemäßen und vorzeigbaren Zustand angeliefert. Der professionelle Auftritt der Mitarbeiter ist also gewährleistet. Dieses Argument ist vor allem für Unternehmer wichtig, die Mitarbeiterkleidung als Marketinginstrument verstehen.


Grund 2: Der Mietservice bedeutet finanzielle Entlastung

Die Anschaffung von Berufskleidung, insbesondere von Schutzkleidung, ist kostenintensiv. Ein Betrieb, der erstmalig eine Einkleidung seiner Mitarbeiter vornimmt, muss tief in die Tasche greifen. Pro Mitarbeiter sollten wenigstens zwei komplette Garnituren - mindestens bestehend aus Jacke und Hose gerechnet werden. Zwar ist eine sehr einfache Basisausstattung im Internet deutlich günstiger als eine hochwertige Multifunktionskleidung. Ein Betrieb mit zehn Mitarbeitern muss bei der erstmaligen Anschaffung einer genormten Schutzkleidung in jedem Fall aber mit einem vierstelligen Betrag rechnen. Dazu kommen Kosten für Ersatzbeschaffungen, Emblemservice, fachgerechte Pflege und Reparatur sowie für die Einkleidung neuer Mitarbeiter. Kündigungsbedingte Rückgaben der Schutzkleidung gehen ebenfalls in den Posten für Arbeitssicherheit ein.

Dieses Geld kann ein Betrieb anderweitig investieren, wenn ein Mietservice mit der Handhabung der Mitarbeitergarderobe beauftragt wird. Der textile Dienstleister rechnet seine Leistungen monatlich über die vereinbarte Vertragslaufzeit ab. In dem Mietservice-Paket sind in der Regel auch eine kostenlose Anpassung der Größen sowie der Austausch verschlissener Kleidung enthalten. Werden Mitarbeiter bei Kündigungen oder Personalwechsel abgemeldet, nimmt der Mietservice die Kleidung wieder zurück und passt die Vertragsbedingungen entsprechend an. Außerdem kümmern sich Mietwäschereien um Embleme und Logos und führen fachgerechte Reparaturen aus.


Grund 3: Alles aus einer Hand

Der Mietservice geht oft über die klassische Bekleidungsdienstleistung hinaus. Meist umfasst er weitere Dienstleistungen, zu denen das Aufstellen und Befüllen von Schränken und Schrankfächern, das Pflegen und Auslegen von Schmutzfangmatten oder das Vermieten von Waschraumprodukten gehört. Verschiedene Anbieter haben außerdem Kataloge aufgelegt, in denen eine große Auswahl an PSA-Artikeln und nützlichen Helfern für die Arbeit zum Kauf angeboten wird. Das gibt Betrieben die Möglichkeit, alle wichtigen und notwendigen Produkte zu beziehen -ohne zeitlichen Mehraufwand und aus der Hand von Experten.