Meisterprämie und Meisterbonus Meisterboni der Länder: Über Prämien und Probleme

Viele Regionen motivieren Meisterschüler mit der Aussicht auf eine Prämie nach erfolgreicher Prüfung. Grenzgänger zwischen Bundesländern gehen dabei oft leer aus. Worauf Gesellen achten müssen, bevor sie sich für eine Meisterschule entscheiden.

Wegen der Corona-Pandemie fielen in Ria Giegolds Meisterschule die mündlichen Prüfungen in Stuttgart aus. Sie zog vorzeitig zurück ins bayerische Hof und verlor damit den Anspruch auf die Meisterprämie. - © Thomas Neumann

Von Barbara Oberst

Ria Giegold ist so, wie sich viele Chefs ihre Nachwuchskräfte wünschen: zielstrebig, flexibel und ehrgeizig. "Für mich stand schon immer fest, dass ich meinen Meister machen will", sagt die 25-Jährige aus Hof. Schon während ihrer Ausbildung zur Maler- und Lackiererin sparte sie für die Meisterschule, ebenso im ersten Gesellenjahr.

Dann zog sie nach Stuttgart und besuchte dort die Schule für Farbe und Gestaltung. "Es gibt nicht viele Fachschulen, die in zwei Jahren Vollzeit parallel den Meister und den staatlich geprüften Gestalter anbieten", erklärt sie, warum sie extra umzog. Dass sie durch den Wechsel von Bayern nach Baden-Württemberg ihren Anspruch auf eine Meisterprämie verlieren würde, war ihr nicht klar.

Wo es den Meisterbonus und Meisterprämien gibt

Zwölf Bundesländer bieten mittlerweile einen Bonus oder eine Prämie für Meister an. Zwischen 1.000 Euro (z.B. Hessen, Saarland) und 4.000 Euro (z.B. Niedersachsen, Bremen) beträgt die Summe. Damit ergänzen sie das 2020 erweiterte Aufstiegs-Bafög des Bundes.

Doch im Gegensatz zu diesem Bundesprogramm gelten bei den Länderprämien sehr unterschiedliche und auf die jeweilige Region begrenzte Konditionen. So unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg erfolgreiche Handwerksmeister nur dann, wenn sie zum Zeitpunkt des Antrags ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg hatten oder aber ihr Betrieb im Land liegt. "Wir wollen damit den Fachkräftemangel bekämpfen, wir wollen Handwerksmeister fördern, die bei uns ausbilden und hier Betriebe übernehmen", erklärt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, warum Antragsteller aus der Industrie oder aus anderen Bundesländern nicht zur Zielgruppe zählen.

Aufstiegs-Bafög gilt bundesweit, Prämien nicht

Auch Ria Giegold fällt deswegen durchs Raster. Im Juni 2020 war sie vorzeitig nach Hof zurückgezogen. "Ich hatte keinen Sinn darin gesehen, weiter in Stuttgart zu bleiben. Wegen der Corona-Pandemie waren die mündlichen Prüfungen und die Präsentation der Facharbeiten abgesagt worden. Mein Prüfungsergebnis hatte man mir schon mündlich mitgeteilt. Ich hatte dort nichts mehr zu tun und bin zurück nach Hof, um wieder in meinem Ausbildungsbetrieb zu arbeiten." Als sie im Juli ihr Zeugnis offiziell zugeschickt bekam und den Antrag auf die 1.500 Euro Meisterprämie einreichte, hatte sie folglich keinen Wohnsitz mehr in Baden-Württemberg und damit den Anspruch auf Förderung verloren.

Aber auch auf den bayerischen 2.000-Euro-Meisterbonus kann sie nicht hoffen. Denn im Freistaat gilt: Die Prüfung muss in Bayern abgelegt werden. Einzige Ausnahme wäre, wenn es die entsprechende Prüfung in Bayern nicht gäbe.

Meisterschule im falschen Bundesland

An dieser Hürde scheitert auch Landmaschinenmechaniker Christian Mauer. Zwar wohnt und arbeitet der 27-Jährige im bayerischen Trappstadt. Seinen Meister hat er aber im benachbarten Thüringen gemacht, aus gutem Grund. Im Sommer herrscht in der Landwirtschaft und damit auch in der Landmaschinentechnik Hochkonjunktur. Keine Zeit, in der man den Zweimannbetrieb des Vaters im Stich lässt.

Doch genau das hätte er tun müssen, wenn er auf die Meisterschule nach Schweinfurt gegangen wäre, denn dort finden die Lehrgänge im Sommer statt. Also suchte Mauer nach anderen Lösungen und fand eine im BTZ Kloster Rohr in Thüringen: "Dort gab es den Lehrgang als Blockunterricht im Winter. Zudem ist es von uns nur halb so weit weg wie Schweinfurt."

Im Landratsamt Bad Neustadt hatte er sich beraten lassen, wie er seine Meisterausbildung finanzieren könnte: "Dort sagte man mir, dass ich den Meisterbonus bekomme, wenn ich erfolgreich abschließe." Von weiteren Kriterien sei nie die Rede gewesen, "dabei wusste der Mann, dass ich ins BTZ nach Thüringen gehen wollte", ärgert sich Mauer über die unvollständige Beratung. "Weder die Behörden in Bayern noch die Behörden in Thüringen fühlen sich verantwortlich", stellt er fest.

Schlecht beraten bei Förderkriterien

Immer werde Flexibilität und Umweltbewusstsein gefordert. Aber er werde genau dafür bestraft. Auch Ria Giegold wurmt das am meisten: "Wir würden uns wünschen, dass auch die Behörden und Ministerien einmal mehr Flexibilität zeigen."

Finanzspritze für Meisterschüler

Der Meister verlangt Handwerkern einiges an Zeit und Geld ab. Im Schnitt kostet eine Meisterausbildung zwischen 4.000 und 9.000 Euro, abhängig vom jeweiligen Gewerk und dem Lernort. Hinzu kommen Prüfungsgebühren und Materialkosten, außerdem Fahrtgeld oder Mietkosten am Ort der Meisterschule und – bei Vollzeitmaßnahmen – der eigene Verdienstausfall in dieser Zeit. Trotzdem entscheiden sich etwa 70 Prozent der Meisteranwärter für eine Prüfungsvorbereitung in Vollzeit. Das zeigt die Meisterabsolventenstudie 2019 des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH). Nur wenige trauen sich eine Vorbereitung auf den Meister im Selbst- oder Fernstudium zu.

Die meisten Anwärter finanzieren ihren Meister laut FBH durch eigene Ersparnisse in Verbindung mit Fördergeldern, allen voran dem Meister-Bafög. Mit dem "Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz" wurde dieses Aufstiegs-Bafög erheblich verbessert. Bis zu dreimal können Handwerker von dem Paket profitieren, nämlich auf den drei Fortbildungsstufen zum geprüften Berufsspezialisten (z.B. geprüfter Servicetechniker), zum Bachelor Professional (z.B. Meister) und zum Master Professional (z.B. geprüfter Betriebswirt HwO). Abhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen erhalten die Antragsteller für jede dieser drei Fortbildungsstufen jeweils maximal 15.000 Euro für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Davon ist die Hälfte ein Zuschuss, die andere Hälfte ein zinsgünstiges Darlehen, das bei Bestehen der Prüfung nur hälftig zurückgezahlt werden muss.

Bis zu 2.000 Euro, aber höchstens 50 Prozent der Materialkosten für das Meisterstück kommen als Förderung noch hinzu, auch hier zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als Darlehen. Fehlt Meisteranwärtern in Vollzeitfortbildungen das Geld für ihren Lebensunterhalt, erhalten sie weitere Zuschüsse. Und zuguterletzt: Wer sich nach seiner Meisterprüfung selbstständig macht, muss das Darlehen gar nicht zurückzahlen. bst

Meisterbonus, Meisterprämie, Meisterextra

Neben dem bundesweiten Aufstiegs-Bafög kalkuliert laut FBH knapp ein Viertel der Meisterschüler auch die Prämien oder Boni ihres Bundeslandes für Meister ein. Bisher belohnen zwölf Bundesländer erfolgreiche Absolventen mit einer Prämie zwischen 1.000 und 4.000 Euro (Stand April 2021).

Die Zugangsvorraussetzungen unterscheiden sich je nach Land. Manche Bundesländer fördern gezielt nur handwerkliche Meister (z.B. Baden-Württemberg), alle legen Wert darauf, dass der Meisterschüler im eigenen Bundesland den Meister ablegt und/oder dort lebt und/oder arbeitet. Ausschlaggebend ist je nach Land der Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung, der Feststellung des Prüfungsergebnisses oder des Förderantrags. Ausnahmen hiervon gibt es in der Regel nur, wenn es den angestrebten Meisterabschluss im eigenen Bundesland nicht gibt.

Gesellen, die eine Meisterschule besuchen wollten, sollten sich vorab nach den Förderkonditionen erkundigen. Hier ein Überblick:

  • Baden Württemberg
    Die Meisterprämie in Höhe von 1.500 Euro gilt seit dem 1. Januar 2020. Personen, der erfolgreich die Meisterprüfung im Handwerk nach diesem Zeitpunkt abgelegt haben, sind antragsberechtigt. Nachzuweisen ist das erfolgreiche Bestehen der Meisterprüfung, außerdem muss der Hauptwohnsitz und/ oder Betriebsstandort in Baden-Württemberg liegen. Der Prüfling muss bei Antragstellung bestätigen, dass er für die erfolgreich abgelegte Meisterprüfung keine weiteren Prämien erhalten oder beantragt hat. Es ist aber möglich, dass er für jede erfolgreich abgelegte Handwerksmeisterprüfung, beispielsweise Konditor und Bäcker, die Prämie erhält. Die Meisterprämie im Handwerk in Baden-Württemberg ist zunächst bis 2021 finanziert.
  • Bayern
    In Bayern wurde der Meisterbonus im Juli 2013 eingeführt. Die Höhe hat scih im Verlauf der Zeit geändert. Ist die Prüfung vor dem 1.1.2018 abgelegt worden, liegt der Bonus bei 1.000 Euro. War die Prüfung im Zeitraum vom 1.1.2018 bis 31.5.2019, so liegt der Meisterbonus bei 1.500 Euro. Alle Prüfungen nach dem 31. Mai 2019 werden mit 2.000 Euro finanziell anerkannt. Voraussetzung ist, dass die Prüfung in Bayern abgelegt wurde. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn in Bayern diese Prüfung nicht angeboten wird. Der Absolvent muss außerdem den Hauptwohnsitz oder den Beschäftigungsort in Bayern haben. Folgende Abschlüsse sind unter anderem antragsberechtigt: Meister nach der Handwerksordnung, Restaurator und Gestalter im Handwerk, Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk sowie kaufmännischer Fachwirt nach der Handwerksordnung. Aktuell ist die Richtlinie bis Ende 2022 vorgesehen, eine Verlängerung wird angestrebt. Die genauen Richtlinien stehen in der Anlage zu den Richtlinien zur Vergabe des Meisterbonus und des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung / Auflistung der (gesetze-bayern.de).
  • Bremen
    Die Bremische Aufstiegsfortbildungs-Prämiein in Höhe von 4.000 Euro erhalten Antragsteller, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Vorlage des Prüfungszeugnisses über den erfolgreichen Abschluss einer nach dem AFBG förderfähigen Aufstiegsfortbildung,
    Vorlage einer erweiterten Meldebescheinigung, aus der hervorgeht, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung des Prüfungszeugnisses der Erstwohnsitz seit mindestens sechs Monaten im Land Bremen gelegen hat. Absolventen, die ihren ersten Wohnsitz nicht seit mindestens sechs Monaten im Land Bremen haben, können die Prämie trotzdem erhalten, wenn sie zum Zeitpunkt der Ausstellung des Prüfungszeugnisses seit mindestens sechs Monaten ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Land Bremen haben. Es gitl der Nachweis durch die Arbeitgeber-Bescheinigung. Absolventen, die ihre Aufstiegsfortbildung bei einem Fortbildungsträger im Land Bremen durchgeführt haben, aber weder mit Erstwohnsitz im Land Bremen wohnhaft sind noch ihren sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz im Land Bremen haben, haben keinen Anspruch auf die Prämie. Die Bremische Aufstiegsfortbildungs-Prämie gibt es seit dem 1.1.2019. Die Richtlinie ist derzeit befristet bis zum 31.12.2023 (jeweils Stichtag: Datum des Prüfungszeugnisses).
  • Hamburg
    Seit Januar 2019 belohnt Hamburg Absolventen der Meisterprüfung oder vergleichbarer Aufstiegsfortbildungen eine Prämie von 1.000 Euro.
    Die Prämie erhalten Absolventen mit bestandener Aufstiegsfortbildungsprüfung für einen Fortbildungsabschluss der DQR-Niveaus 6 und 7 nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung, vorausgesetzt, ihr Hauptwohnsitz oder ihr Beschäftigungsort liegt zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses in Hamburg. Die Prüfung muss vor einer fachlich und örtlich zuständigen Stelle in Hamburg abgelegt und von dieser ein Zeugnis ausgestellt worden sein. Ausnahme: Die Prüfung kann in Hamburg nicht abgenommen werden. Der Antrag auf Prämie muss spätestens drei Monate nach insgesamt bestandener Prüfung (Datum des Prüfungszeugnisses) gestellt werden.
    Die Maßnahme gilt bis 31.12.2022. Weitere Informationen bietet die Handwerkskammer Hamburg.
  • Hessen
    Seit 2018 bietet das Land Hessen erfolgreichen Absolventen zum Handwerks-, Industrie-, Fachmeister bzw. Meister aus dem landwirtschaftlichen Bereich nach BBiG (Berufsbildungsgesetz) oder HwO (Handwerksordnung) auf Antrag die hessische Aufstiegsprämie in Höhe von 1.000 Euro. Seit Januar 2019 können außerdem Absolventen gleichwertiger öffentlich-rechtlicher Fortbildungsprüfungen nach BBiG bzw. HwO auf DQR-Niveau 6 oder 7 einen Antrag auf Förderung stellen, wenn ihr Abschluss nach dem 1.1.2019 abgelegt wurde. Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort müssen in Hessen liegen. Die Prüfung muss in Hessen vor der zuständigen Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen oder dem Landesbetrieb Hessen-Forst abgelegt worden sein oder noch abgelegt werden. Wird die Prüfung in Hessen nicht angeboten, kann sie auch vor der zuständigen Stelle eines anderen Bundeslands erbracht werden. Die Prämie ist spätestens sechs Wochen nach der Feststellung des Prüfungsergebnisses zu beantragen. Die Maßnahme ist nicht befristet. Weitere Informationen bietet das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.
  • Mecklenburg-Vorpommern
    In Mecklenburg-Vorpommern heißt die Förderung "Meister-Extra". Erfolgreiche Absolventen zum Handwerks- oder Industriemeister erhalten 2.000 Euro. Die besten 50 Absolventen eines Jahres bekommen darüber hinaus 3.000 Euro als Einmalzahlung. Antragsteller müssen ihren Abschluss in einem Gewerk der Anlage A oder B1 zur Handwerksordnung oder in einer der in Anlage 1 der Richtlinie genannten Fachrichtung erfüllen und den schriftlichen Bescheid über den erfolgreichen Abschluss innerhalb von sechs Monaten einreichen. Weitere Voraussetzung sind Beschäftigungsort und Hauptwohnsitz. Mindestens seit drei Monaten vor dem Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses müssen diese in Mecklenburg-Vorpommern liegen. Bei arbeitslosen Absolventen genügt der Nachweis des Hauptwohnsitzes in Mecklenburg-Vorpommern. Die Meisterprüfung muss aber nicht in Mecklenburg-Vorpommern abgelegt worden sein. Somit haben auch Absolventen anderer Bundesländer Anspruch auf das Meister-Extra, wenn sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Weitere Informationen bei der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Die derzeitigen Richtlinien für das Meister-Extra gelten bis einschließlich 31. Dezember 2021.
  • Niedersachsen
    In Niedersachsen erhalten Absolventen mit einem Meisterabschluss im Handwerk nach der Handwerksordnung die "Meisterprämie", sofern sie die Prüfung erfolgreich seit dem 1.9.2017 bestanden haben. Maßgeblich ist das Datum des Meisterprüfungszeugnisses. Zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses muss der Hauptwohnsitz des Antragstellenden oder der Ort der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in einem Handwerksbetrieb seit mindestens sechs Monaten in Niedersachsen liegen. Die Meisterprämie beträgt 4.000 Euro. Sie kann einmalig pro Person gewährt werden und muss nicht zurückgezahlt werden. Für denselben Abschluss darf nicht bereits eine Förderung eines anderen Bundeslandes beantragt oder gewährt worden sein. Die Förderrichtlinie tritt mit Ablauf des 31.12.2023 außer Kraft. Anträge können bei der NBank, der Förderbank des Landes Niedersachsen, bis zum 30.09.2023 gestellt werden.
  • Rheinland-Pfalz
    In Rheinland-Pfalz gibt es seit 2017 den Aufstiegsbonus I für erfolgreich abgelegte Meisterprüfungen oder gleichwertige öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen in gewerblichen und kaufmännischen Berufen und in Berufen der Landwirtschaft. Zudem fördert Rheinland-Pfalz zusätzlich mit dem Aufstiegsbonus II den Weg in die Selbstständigkeit. Mit dem Aufstiegsbonus II wird die erstmalige, in Bezug zu einem qualifizierten Fortbildungsabschluss stehende Existenzgründung honoriert, sowie ein Anreiz geschaffen, sich auf Grundlage einer erfolgreich abgelegten Meisterprüfung oder einer gleichwertigen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfung in gewerblichen und kaufmännischen Berufen und in Berufen der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz selbstständig zu machen. Der Aufstiegsbonus I wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 auf 2.000 Euro verdoppelt. Der Aufstiegsbonus II beträgt 2.500 Euro. Eine zeitliche Befristung des Aufstiegsbonus ist derzeit nicht vorgesehen.
    Antragsberechtigt ist, wer seine Prüfung bei einer rheinland-pfälzischen Kammer ablegt und in Rheinland-Pfalz wohnt oder arbeitet. Antragsberechtigt sind in Rheinland-Pfalz auch Personen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Prüfung nicht in Rheinland-Pfalz ablegen können, aber hier wohnen und arbeiten. Weitere Informationen beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland Pfalz.
  • Saarland
    Der saarländische "Aufstiegsbonus" würdigt Absolventen von (Aufstiegs-) Fortbildungen im gewerblich-technischen, kaufmännischen und landwirtschaftlichen Bereich auf dem DQR-Niveau 6 oder 7 mit 1.000 Euro. Die Prüfung muss vor der IHK, HWK oder LWK des Saarlandes nach dem 1. 1.2018 abgelegt und das Prüfungszeugnis von einer dieser Kammern ausgestelt worden sein. Wird die jeweilige Prüfung im Saarland nicht angeboten, darf die Prüfung in einem anderem Bundesland vor der zuständigen Kammer abgelegt werden.Beschäftigungsort oder Hauptwohnsitz müssen zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses im Saarland liegen. Die Absolventen müssen ihren Antrag innerhalb von drei Monaten nach Feststellung des Prüfungsergebnisses stellen. Weitere Informationen beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland.
  • Sachsen
    Der Freistaat Sachsen zahlt erfolgreichen Handwerks-, Industrie- und Fachmeistern 1.000 Euro, wenn ihr Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses im Freistaat Sachsen liegen und sie ihre Prüfung nach dem 1. Januar 2016 im Freistaat absolviert haben. Die Meisterprüfung darf nicht länger als zwei Jahre zurück liegen. Absolventen von Vollzeitmaßnahmen müssen nur den Hauptwohnsitz in Sachsen nachweisen. Wer die Prüfung nur außerhalb Sachsens ablegen kann, weil der Prüfungsausschuss dort sitzt, ist ebenfalls antragsberechtigt. Der Absolvent darf für denselben Abschluss in einem anderen Bundesland nicht bereits einen Meisterbonus oder eine andere gleichartige Förderung für denselben Zuwendungszweck erhalten oder beantragt haben. Weitere Informationen bei der Sächsischen Aufbaubank.
  • Thüringen
    Ab 2021 sollen auch in Thüringen Handwerksmeister einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Die besten Meisterabsolventen eines Jahrganges bekommen darüber hinaus weitere 1.000 Euro. Über die Voraussetzungen der Förderung ist (Stand April 2021) noch nichts bekannt.

Fördermittel für Selbstständige

Einige Bundesländer bieten für Meisterschüler, die sich nach erfolgreicher Prüfung selbstständig machen, eine zusätzliche Prämie. Auch hier gelten sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Manche Ländern fördern ausschließlich Betriebsübernahmen, andere auch Neugründungen. In einigen Fällen gibt es zwei verschiedene Förderstufen, einerseits für die Existenzgründung, andererseits für das Schaffen von Arbeitsplätzen. Die folgende Liste gibt den Stand April 2021 wieder.

  • Baden-Württemberg:
    Das Land Baden-Württemberg fördert Jungmeister aus dem Handwerk, wenn sie innerhalb von 24 Monaten nach bestandener Prüfung eine Existenz gründen. Der Tillgungszuschuss zu den Programmen Startfinanzierung 80 und Gründungsfinanzierung der L-Bank beträgt 10 Prozent, höchstens aber 10.000 Euro. Antragsberechtigt sind Jungemeister, die einen Handwerksbetrieb neu gründen, einen bestehenden Betrieb übernehmen (zum Beispiel im Rahmen einer Nachfolgeregelung) oder sich an einem bestehenden Betrieb beteiligen. Bei einer Teamgründung durch zwei antragsberechtigte Meister verdoppelt sich die Förderung. Die Förderung ist standortbezogen. Das heißt: Auch Meister, die aus anderen Bundesländern kommen und in Baden-Württemberg gründen oder einen Betrieb übernehmen möchten, sind förderfähig. Der Gründungs- oder Nachfolgebetrieb muss ein Handwerksbetrieb gemäß HwO, Anlagen A und B1 (zulassungspflichtiges und zulassungsfreies Handwerk) sein. Handwerksfremde Gründungen durch die Handwerksmeister (auch Unternehmen der Anlage B2, "handwerksähnliche Berufe") werden nicht akzeptiert. Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist neben dem Nachweis der erfolgreich bestandenen Prüfung (beglaubigte Kopie) ein Nachweis über einen erfolgten "Check-up" des Vorhabens – zum Beispiel durch einen Beratungstermin bei der Handwerkskammer. Weitere Informationen bietet die Handwerkskammer Stuttgart.
  • Berlin:
    Bis zu 15.000 Euro beträgt die Meistergründungsprämie in Berlin. Die Basisförderung (1. Stufe) der Meistergründungsprämie beträgt einmalig 8.000 Euro bei Gründung. Es handelt sich um einen bedingt rückzahlbaren Zuschuss. Nach Ablauf von drei Jahren besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Meistergründungsprämie 5.000 Euro Arbeits- oder Ausbildungsplatzförderung (2. Stufe) zu beantragen. Im Falle der Schaffung und Besetzung eines Ausbildungsplatzes für eine Frau in einem mit weiblichen Auszubildenden gering besetzten Ausbildungsberuf beträgt die Höhe der zweiten Stufe 7.000 Euro. Als gering besetzter Ausbildungsberuf in diesem Sinne gilt ein Ausbildungsberuf, in dem die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse mit weiblichen Jugendlichen in Berlin zum Stichtag des 31. Dezember des Vorjahres, in dem die Ausbildung beginnt, weniger als 20 Prozent beträgt. Die Voraussetzungen sind: Die Gründung erfolgt in Berlin in dem Handwerk, worin die Meisterprüfung abgelegt wurde.Der Antragsteller macht sich innerhalb von vier Jahren nach Ablegung der deutschen Meisterprüfung in dem ausgeübten Handwerk zum ersten Mal selbstständig. Auch Personen, die sich mit einer zeitlich befristeten Ausnahmebewilligung gemäß § 7b oder § 8 der Handwerksordnung selbstständig machen und innerhalb des von der Handwerkskammer gesetzten Zeitraums, spätestens aber in den drei Jahren nach Existenzgründung, den Nachweis der bestandenen Meisterprüfung erbringen, die Meistergründungsprämie beantragen. Es darf keine wesentliche unselbstständige oder andere selbstständige Tätigkeit neben dem Handwerksbetrieb ausgeübt werden. Die Selbständigkeit muss mindestens drei Jahre in Berlin bestehen bleiben. Der Antragsteller muss vor Aufnahme seiner selbstständigen Tätigkeit den Antrag stellen. Für die zweite Stufe muss in den ersten drei Jahren der Selbstständigkeit ein Arbeitsplatz (oder Ausbildungsplatz) für einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer geschaffen und mindestens zwölf Monate gehalten werden. Bei Übernahme eines Betriebes oder Beteiligung an einem Betrieb muss es sich um einen zusätzlichen Arbeitsplatz handeln.
    Antragsfrist: Der Antrag auf Arbeitsplatzförderung ist innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der ersten 3 Jahre der Selbständigkeit zu stellen. Weitere Informationen in der Richtlinie Meistergründungsprämie vom 1.1.2018.
  • Brandenburg:
    Das Land Brandenburg gewährt Antragstellern mit einer bestandenen deutschen Meisterprüfung (oder einer vollen Gleichwertigkeitsfeststellung der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation mit der deutschen Meisterprüfung) einen Zuschuss für die Gründung oder Übernahme einer selbstständigen Existenz im Haupterwerb in einem Handwerk. Die Basisförderung beträgt 12.000 Euro, die Arbeits- und Ausbildungsplatzförderung weitere 5.000/7.000 Euro. Voraussetzungen für diese Meistergründungsprämie Brandenburg sind:
    Der Antragsteller muss eine Existenz im Handwerk gründen oder ein Handwerksunternehmen im Land Brandenburg übernehmen und Staatsangehöriger der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder der Schweiz sein. Andere Antragsteller müssen einen Aufenthaltstitel nachweisen, der die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit erlaubt und sich nach bestandener deutscher Meisterprüfung (oder nach Feststellung einer entsprechenden vollen Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation) in dem von ihm ausgeübten Handwerk erstmalig selbstständig machen und danach keine Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit erzielen. Sie müssen sich außerdem bei der der für den beabsichtigten Unternehmenssitz zuständigen Handwerkskammer zum Existenzgründungs- beziehungsweise Unternehmensübernahmekonzept, in dem die Voraussetzungen einer tragfähigen Existenzgründung nachvollziehbar dargelegt sind, beraten lassen. Voraussetzung für die zweite Stufe der Förderung ist,dass der Antragsteller spätestens drei Jahre nach der Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge mindestens einen unbefristeten sozialversicherungspflichtigen Arbeits- oder Ausbildungsplatz schafft und besetzt. Die aktuelle Richtlinie läuft bis 31.12.2021. Weitere Informationen bietet die Investitionsbank des Landes Brandenburg.
  • Mecklenburg-Vorpommern:
    Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt Handwerks- und Industriemeistern außerdem einmalig 7.500 Euro, wenn sie einen Betrieb übernehmen. Voraussetzung ist, dass der Hauptwohnsitz und Betriebssitz in Mecklenburg-Vorpommern liegen und der Antragsteller zum ersten Mal ein bestehendes Unternehmen übernimmt. Außerdem muss er die überwiegende Anzahl der bestehenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sichern und für mindestens zwölf Monate erhalten. Gibt es bis dahin keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, so muss der Antragsteller mindestens einen weiteren sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplatz zusätzlich zum eigenen schaffen. Der Geschäftsgegenstand des zu übernehmenden Betriebes muss dem Inhalt der Meisterausbildung des Unternehmensnachfolgers entsprechen. Bei einer zeitgleichen Kombination mit anderen öffentlichen Leistungen zur Finanzierung des Lebensunterhalts, insbesondere nach dem Zweiten und Dritten Sozialgesetzbuch, ist eine Förderung nach der Richtlinie zur Förderung von Unternehmensnachfolgen im Handwerk ausgeschlossen. Auch hier muss die Meisterprüfung nicht in Mecklenburg-Vorpommern abgelegt worden sein. Auch Absolventen anderer Bundesländer haben Anspruch auf die Meisterprämie, wenn sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Weitere Informationen und Details zu den Förderbedingungen hier. Diese Richtlinien für die Meisterprämie gelten bis einschließlich 31. Dezember 2021.
  • Niedersachsen:
    Von der niedersächsischen Gründungsprämie in Höhe von 10.000 Euro profitieren Handwerksmeister, die bei Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz schaffen. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Handwerk gemäß HwO Anlage A oder Anlage B (hier nur bei Vorlage eines entsprechenden Meisterprüfungszeugnisses) in Form einer natürlichen, juristischen Person des privaten Rechts oder Personengesellschaft, die innerhalb der letzten zwei Jahre im Haupterwerb gegründet, übernommen oder an denen sich innerhalb der letzten zwei Jahre neue Gesellschafter mit mehr als 25 Prozent des Kapitals und an der Geschäftsführung beteiligt haben (tätige Beteiligung. Gefördert werden Personalausgaben für die neue eingestellte Person. Diese darf in den vorausgegangenen zwölf Monaten nicht im Unternehmen beschäftigt gewesen sein. Antragsteller dürfen den Beschäftigungsvertrag nicht abschließen, ehe ihr Förderantrag bewilligt wurde. Weitere Informationen bietet die NBank.
  • Nordrhein-Westfalen:
    Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen fördert Gründungen von Handwerksmeistern. Hierfür wurde vor Kurzem die Meistergründungsprämie NRW aufgestockt: Gefördert werden Meister, die sich selbstständig machen, einen Betrieb übernehmen oder sich an einem Unternehmen mit mindestens 50 Prozent beteiligen. Bereits ab einer Mindestinvestitionssumme von 12.000 Euro (bisher: 15.000) wird eine Förderung von 8.400 Euro gewährt. Der Höchstbetrag von 10.500 Euro wird ab einer Investitionssumme von 15.000 Euro gewährt.
    Antragsberechtigt sind Handwerksmeister nach dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks (HWO). Gefördert wird die erste selbstständige Vollexistenz im Handwerk in NRW. Ein vorheriger Nebenerwerb ist unschädlich für die Förderung. Antragsberechtigt sind darüber hinaus auch Handwerksgesellen in Meisterabschlussjahrgängen. Voraussetzung ist die Gründung einer selbstständigen und nachhaltigen Vollexistenz im nordrhein-westfälischen Handwerk. Gefördert werden Betriebsneugründungen, Übernahmen von Betrieben und die tätige Beteiligung an einem bestehenden oder neu gegründeten Unternehmen als selbstständige Vollexistenz im Handwerk. Im Falle der Neugründung und tätigen Beteiligung muss mindestens ein unbefristeter sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz in Vollzeit oder zwei Teilzeitarbeitsplätze zu je 50 Prozent der Vollzeit für mindestens zusammengerechnet für zwölf Monate geschaffen besetzt werden. Die Voraussetzung kann auch mit einem Ausbildungsplatz erfüllt werden. Die Schaffung und Besetzung muss innerhalb von 24 Monaten und der Nachweis über die geschaffenen Mindestmonate innerhalb von 36 Monaten nach Bewilligung der Zuwendung erfolgen. Im Falle der Betriebsübernahme müssen die vorhandenen Arbeitsplätze im bisherigen Beschäftigungsumfang für mindestens zwölf Monate nach Aufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit erhalten bleiben. Bei Übernahmen eines Betriebes mit weniger als einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz sind die Bestimmungen für Neugründungen sinngemäß anzuwenden. Weitere Informationen bietet die Gewerbeförderung des Handwerks LGH.
  • Rheinland-Pfalz:
    Rheinland-Pfalz fördert mit seinem Aufstiegsbonus II mit 2.500 Euro den Weg in die Selbstständigkeit. Mit dem Aufstiegsbonus II wird die erstmalige, in Bezug zu einem qualifizierten Fortbildungsabschluss stehende Existenzgründung honoriert, sowie ein Anreiz geschaffen, sich auf Grundlage einer erfolgreich abgelegten Meisterprüfung oder einer gleichwertigen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfung in gewerblichen und kaufmännischen Berufen und in Berufen der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz selbstständig zu machen. Weitere Informationen beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.
  • Sachsen-Anhalt:
     Handwerksmeister, die erstmalig in Sachsen-Anhalt einen Handwerksbetrieb neu gründen oder übernehmen, können die Meistergründungsprämie in Höhe von 10.000 Euro beantragen. Die Antragstellung muss vor der Firmengründung oder -übernahme erfolgen. 
      Gefördert werden Investitionen (ohne Investitionen in bauliche Infrastruktur, Personalausgaben und Unternehmerlohn) und Betriebsmittel bei einer Mindestinvestitionssumme von 15.000 Euro (netto). Mit dem Vorhaben darf erst nach Bekanntgabe des Zuwendungsbescheides begonnen werden. Außerdem muss der Antragsteller seine wirtschaftliche Tätigkeit innerhalb von zwölf Monaten nach Bewilligung aufnehmen und mindestens drei Jahre aufrechterhalten. Innerhalb dieses Zeitraums darf keine Aufgabe oder Verlagerung des Unternehmenssitzes an einen Standort außerhalb von Sachsen-Anhalt erfolgen und keine Änderung der Eigentumsverhältnisse hinsichtlich der geförderten Investitionen und Betriebsmittel eintreten. Der Einsatz weiterer öffentlicher Mittel (z.B. ERP-Gründerkredit) für die gleiche Maßnahme ist nicht zugelassen. Weitere Informationen bietet die Handwerkskammer Magdeburg.  
  • Schleswig-Holstein: 
     Mit der Meistergründungsprämie Schleswig-Holstein fördert das Land Handwerksmeister, die noch nie selbstständig waren und nun in Schleswig-Holstein ein Handwerksunternehmen neu gründen oder ein Bestehendes übernehmen. In einer ersten Stufe, der Basisförderung, beträgt der Zuschuss 7.500 Euro. Voraussetzung ist, dass sich der Existenzgründer von seiner zuständigen Handwerkskammer zu seinem Vorhaben beraten lässt. Wer außerdem einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in seinem Unternehmen schafft und diesen für mindestens 12 Monate besetzt, kann außerdem nach drei Jahren einen zweiten Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro beantragen. Für beide Prämien gilt: Der Meister darf vor der Bewilligung des Antrags noch nicht mit der Gründung des Unternehmens beginnen. Entscheidend ist das in der Gewerbeanmeldung genannte Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit. Weitere Informationen bei der IB.SH-Förderbank.