Im Jahr 2011 bekam das Europäische Patentamt Anträge für 244.000 Patente. Spitzenreiter bei den Patentanmeldungen ist Deutschland mit 33.181 Einreichungen. Bundesweit lassen sich vor allem Unternehmen aus dem süddeutschen Raum ihre Erfindungen schützen.
Ihre Innovationen schützen Unternehmen immer häufiger auf Europäischer Ebene. Um fast vier Prozent sind die Anträge im Jahr 2011 gestiegen. Das innovativste Unternehmen war der deutsche SiemensKonzern. Mit 2.235 Anträgen reichte Siemens unter den Unternehmen die meisten Ideen ein. Siemens-Vorstandschef Peter Löscher betonte, dass Innovation Lebensqualität, Wachstum und Arbeitsplätze schaffe, aber auch jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit forderte: "Ohne den Schutz des geistigen Eigentums würde sich das nicht lohnen."
Auf der Rangliste der Patentstärksten Unternehmen folgen Philips mit 1.759 Anträgen und Samsung mit 1.733 Einreichungen. Von den deutschen Unternehmen kam ein Großteil aus Süddeutschland (Bayern 7.292 Anmeldungen vor Baden-Württemberg 5.393) und Nordrhein-Westfalen mit 5.157 Anträgen.
Verfahren dauert Jahre
Durch das Anmeldeverfahren vor dem Europäischen Patentamt können Unternehmer ihre Innovationen in 38 Staaten schützen. Das Patentverfahren dauert mehrere Jahre. Daher lässt sich noch nicht sagen, wie viele der im Jahr 2011 eingegangenen 244.000 Anträge erfolgreich sind. Im vergangenen Jahr erteilte das Patentamt 62.112 Patente. Das sind knapp sieben Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Nahezu jedes vierte der erteilten Patente ging an ein deutsches Unternehmen.
Rund 33 Prozent der Anmeldungen beim Europäischen Patentamt kamen im vergangenen Jahr von asiatischen Unternehmen. Amerikanische Firmen stellten 24 Prozent der Anträge. Nachahmung können Erfindern ihre Gewinne stehlen. Daher sollten echte Innovationen frühzeitig patentiert werden. Ein Patent kann auch auf nationaler Ebene angemeldet werden. Beratung zu den verschiedenen Patenten bieten die Patentinformationszentren des Bundeswirtschaftsministeriums. dhz