Hausbesitzer sollten im Vorfeld immer klären, ob An- und Umbauten genehmigungspflichtig sind. Wer schwarz baut, riskiert den Abriss der Gebäude, warnt der Deutsche Anwaltverein (DAV). Auch Käufer von Immobilien sollten bei einem Verdacht abklären, ob für die ganze Immobilie eine Baugenehmigung vorliegt.
Die Behörden gehen konsequent gegen Schwarzbauten vor. Auf der Suche nach illegalen Bauten helfen den Ämtern zunehmend Internetdienste wie Google Maps und Google Street View. Neueste Methode zum Aufspüren von Schwarzbauten sind Luftbildaufnahmen.
Bauverwaltungen lassen nach Angaben des DAV das Land im Herbst und Winter überfliegen, wenn die Bäume kahl sind. Die digitalisierten Luftbilder erlauben den schnellen Abgleich mit den vorliegenden, ebenfalls digitalisierten Baugenehmigungen.
Auch beim Kauf Genehmigung zeigen lassen
Entdeckt die Behörde einen Schwarzbau, schickt sie dem Eigentümer das Luftbild zu und die Aufforderung, ihn nachgenehmigen zu lassen oder "rückzubauen", also abzureißen.
Der Deutsche Anwaltverein empfiehlt außerdem, auch bei Hauskäufen vorab abzuklären, ob für die gesamte Immobilie eine Baugenehmigung vorliegt. Am besten sei es, sich im Kaufvertrag zusichern zu lassen, dass die Immobilie so wie besichtigt und im Kaufvertrag beschrieben auch genehmigt worden ist. Das gilt laut dem DAV vor allem für alle erkennbar nachträglich vorgenommenen Umbauten, wie etwa Souterrain- oder Dachgeschossausbauten, die eventuell vermietet werden sollen. dapd/rh
