Lohnsteuer-Nachschau

Im Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz wird in § 42g EStG die Lohnsteuer-Nachschau eingeführt.

Die Lohnsteuer-Nachschau bedeutet wie die bereits vor Jahren eingeführte Umsatzsteuer-Nachschau nach § 27b UStG eine Möglichkeit für das Finanzamt, mit unangekündigten Überraschungsbesuchen Zweifelsfragen bei der Abführung der Lohnsteuer für Mitarbeiter zu klären. Der Lohn­steuer­prüfer des Finanzamts kann also ohne Prüfungsanordnung bei einem Handwerker vor der Tür stehen und die Herausgabe von Lohnunterlagen fordern. In der Praxis dürften Lohnsteuerprüfer künftig auch bei Zollprüfungen zur Schwarzarbeit oder bei Prüfungen der Sozialversicherung mit von der Partie sein.

Handlungstipp: Steht der Prüfer tatsächlich vor der Tür, lassen Sie sich seinen Prüfer-Ausweis zeigen und notieren Sie Namen und Behörde. Informieren Sie Ihren Steuerberater, denn Unterlagen sollte im Rahmen der Lohnsteuer-Nachschau nur der Berater aushändigen. Wegschicken können Sie den Prüfer schon, er hat nämlich keine Zutrittsgewalt. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, weil dann eine Prüfung angekündigt wird und diese Prüfung dann wohl deutlich umfassender und vor allem deutlich strenger durchgeführt wird.

Siehe auch Lohnsteuerprüfung