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SEO für die Homepage Local SEO: So pushen Handwerker ihr örtliches Google-Ranking

Handwerker leben von ihrer regionalen Strahlkraft. Ein Klempner aus Leipzig etwa bietet seine Dienste in der Regel nicht in Gelsenkirchen an. Das ist auch für Suchmaschinen relevant. Mit Hilfe von Local SEO katapultieren sich Handwerker in der eigenen Stadt ganz nach oben in der Google-Trefferliste. Und das schon mit sehr begrenztem Aufwand.

"Insbesondere auf dem Mobilgerät bekommt man ja teils unterschiedliche Ergebnisse, wenn man nur 200 Meter weiter die Straße entlang läuft", erklärt der Münchener SEO-Berater Hans Jung. "Wenn ich am Marienplatz in München nach einem Friseur suche, befinden sich alle Ergebnisse in Laufdistanz. Genauso ist es mit den Ergebnissen, wenn man in München-Moosach sucht - nur eben mit anderen Anbietern."

Für die lokale Suche seien drei Aspekte entscheidend: Zunächst die Relevanz. Stimmen das, was der User am Bildschirm sucht und das, was der Handwerker an Leistungen anbietet, überein? Dann die geographische Entfernung. Wie viele Meter oder Kilometer sind es vom Anbieter bis zum Suchenden? Und als Drittes die Bekanntheit. Wird der Handwerker in örtlichen Medien erwähnt und wie viele Links führen auf seine Seite?

Local SEO besteht aus so vielen einzelnen Facetten, dass man sie unmöglich alle zählen kann. Für einen guten Start sollten Handwerker aber vor allem die folgenden vier Tipps beachten.

Local SEO: 4 Tipps, die Handwerker nach vorne bringen

1. Google MyBusiness: Kontaktdaten überall gleich angeben

Wenn ein User im Netz nach einem Geschäft sucht, wird ihm vom Business-Service von Google der entsprechende Eintrag angezeigt. Handwerker können dort selbst und völlig kostenfrei einen Eintrag erstellen, Kontaktdaten und Fotos einbauen und die Infos regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.

SEO-Experte Jung rät dazu, vorab "die angebotene Leistung möglichst genau zu bestimmen." Beispiel: Ein Bäcker mit zwei Stehtischen im Verkaufsraum beschränkt sich in seiner Selbstbeschreibung besser auf die Kernkompetenz "Bäcker" und verzichtet auf den Zusatz "Café". Denn Kunden, die ein gemütliches Café suchen, dürften angesichts zweier Stehtische enttäuscht sein. Schlechte Bewertungen und ein Abrutschen im Google-Ranking sind dann die Folge.

Ohnehin ist Genauigkeit Trumpf. Die Angaben im Google-Eintrag stimmen optimalerweise haargenau mit denen auf der eigenen Webseite - und in allen anderen Profilen im Netz - überein. Im Klartext: Wenn sich die Firmenadresse auf der Homepage in der "Hauptstraße 1" befindet, dann sollte sie bei Google MyBusiness nicht in der "Hauptstr. 1" oder der "Hauptstrasse 1" sein. Oder die Telefonnummer: "089-123456789" und "(089)123456789", das ist - zumindest für Google - nicht das Gleiche.

2. Bewertungen: Höheres Google-Ranking durch gutes Feedback

Suchmaschinen mögen Inhalte, die einzigartig sind und regelmäßig erneuert werden. Kundenbewertungen sind ein vergleichsweise einfaches Mittel, um das zu erreichen. Zudem verlassen sich auch die Kunden selbst auf die Bewertungen anderer, wohlwollende Urteile sind also doppelt wertvoll.

Daher ist es für Handwerker ratsam, die Kunden um (positives) Feedback zu bitten. Eine Firmenbewertung kann jeder über Google Maps oder den Unternehmenseintrag, der bei einer Google-Suche rechts auf der Seite erscheint, abgeben. Einfach auf "Rezension schreiben" klicken.

SEO-Dienstleister Moz nennt Masse, Frequenz und Vielfalt von Bewertungen als Erfolgsfaktoren. Daher sind auch Portale wie Yelp, Bing Maps, Apple Places und die Gelben Seiten relevant. Je mehr Bewertungen, desto besser. Vorsicht ist allerdings bei Branchenbüchern im Internet geboten, die gegen Geld Rankingverbesserungen versprechen. Und noch etwas: Unzufriedene Kunden bittet man wohl eher um ein Offline-Feedback.

3. Bilder: Dateinamen wichtig für Local SEO

Ein unterschätzter SEO-Faktor. Die Google-Crawler können keine Bilder lesen, sie müssen sich auf die Beschreibung verlassen. Handwerker sollten daher jedem Bild, das Sie auf ihre Webseite stellen, einen passenden Dateinamen geben. Dieser sollte das Bild beschreiben und die richtigen Keywords enthalten. Zum Beispiel: "Dachdecker-Kreuzberg-hausdach-erneuern.jpg". Dateinamen wie "Bild123.jpg" sind hingegen Gift für alle SEO-Bemühungen. Auch eine entsprechende Bildunterschrift kann helfen.

Achten Sie außerdem auf die Dateigröße der Bilder. Möglichst klein sollte sie sein, am besten weniger als 100 KB umfassen. Das verringert die Ladezeit. Ein SEO-Faktor, der an Bedeutung gewinnt. Bild-Ungetüme von mehreren Megabyte bedürfen daher einer Diät. Mit kostenlosen Web-Tools wie TinyPNG oder Compress PNG lässt sich die Bildgröße ohne Qualitätsverluste verkleinern.

4. Social Media: Indirekt wichtig für die Suchmaschine

Einen direkten Einfluss auf das Google-Ranking haben Facebook und Co. nach Einschätzung der meisten Experten nur sehr begrenzt. Unwichtig sind die sozialen Medien aber nicht. "Für einen Friseur-Salon kann es sehr vorteilhaft sein, Vorher-Nachher-Bilder auf seiner Facebook-Seite zu veröffentlichen", sagt Hans Jung. "Der Kundenstamm wird durch regelmäßige Veröffentlichungen wieder an den Dienstleister erinnert und Bedarf geweckt". Grundsätzlich sind soziale Medien ein wertvolles Mittel, um Klicks auf die Homepage zu generieren. Und die braucht schließlch jeder, der im Internet neue Kunden gewinnen will.

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