Konjunktur Leichter Umsatzrückgang im Handwerk

Die Umsätze im Handwerk sind 2013 das zweite Jahr in Folge gesunken. In einigen Branchen gab es jedoch auch Umsatzzuwächse. 2014 will das Handwerk wieder richtig durchstarten.

Der lang anhaltende Winter 2013 war eine Ursache für den Umsatzrückgang im Handwerk. - © Foto: Kzenon/Fotolia

Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk sind im Jahr 2013 um 0,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 geschrumpft. Dies teilt das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse anlässlich der bevorstehenden Internationalen Handwerksmesse mit. Die Zahl der im zulassungspflichtigen Handwerk Beschäftigten sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent.

Damit muss das Handwerk ihr zweites Minusjahr in Folge hinnehmen.2011 hatte es noch relativ hohe Umsatzzuwächse gegeben (+7,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2010). Nach Umsatzrückgängen um 3,0 Prozent im Jahr 2012 gegenüber 2011 fielen die Einbußen im Jahr 2013 moderater aus.

Ausbaugewerbe mit größtem Umsatzrückgang

In drei der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks waren 2013 die Umsätze aber höher als im Jahr 2012. Die größten Umsatzzuwächse gab es im Gesundheitsgewerbe (+2,1 Prozent). Die Handwerke für den privaten Bedarf konnten die Umsätze um 1,6 Prozent steigern. Mit + 0,1 Prozent stiegen die Umsätze im Lebensmittelgewerbe geringfügig.

In den verbleibenden vier Gewerbegruppen gingen die Umsätze im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr zurück. Die größten Umsatzrückgänge verzeichnete das Ausbaugewerbe mit – 1,5 Prozent. Im Kraftfahrzeuggewerbe verringerten sich die Umsätze um 1,2 Prozent. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, zu denen auch Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören, schrumpften die Umsätze um 1,0 Prozent. Im Bauhauptgewerbe gingen die Umsätze im Jahr 2013 um 0,5 Prozent zurück.

Eine Ursache für den Rückgang war die bis in den Mai 2013 anhaltende winterliche Witterung.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2013 nur im Gesundheitsgewerbe (+ 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im Ausbaugewerbe stagnierte die Zahl der Beschäftigten. In den übrigen Gewerbegruppen waren jeweils weniger Personen tätig als im Vorjahr. Den größten Rückgang gab es im Lebensmittelgewerbe (–2,1Prozent).

2014 will das Handwerk mehr Umsatz machen

Für 2014 ist aber Optimismus angesagt. "Das Klima im Handwerk im neuen Jahr ist sehr freundlich", sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke vergangene Woche. Die gute Stimmung liege unter anderem an dem mildem Winterwetter, was zu hohen Aufträgen im Bau- und Ausbaugewerbe geführt hat. Zudem sollen bis zu 25.000 neue Jobs entstehen. dhz