Sowohl der Mittelstand als auch die Großunternehmen blicken mit wachsender Zuversicht auf das kommende Jahr. Das zeigen auch ihre Beschäftigungspläne.

Angesichts der guten Konjunkturaussichten wollen mittelständische und große Unternehmen im kommenden Jahr mehr Mitarbeiter einstellen. "Die umfassende Aufhellung der Beschäftigungspläne beider Unternehmensgrößenklassen unterstreicht den wachsenden Optimismus der Firmen", sagte Jörg Zeuner, Chef-Volkswirt der KfW-Bankengruppe zum jüngsten KfW-ifo-Mittelstandsbarometer. "Denn nur wer an den Aufschwung glaubt, erweitert seine Kapazitäten und stellt neues Personal ein", ergänzte er.
Insgesamt habe das Geschäftsklima im Mittelstand im November weiter zugelegt und bei den großen Unternehmen sei die Stimmung im Jahresverlauf noch nie so gut gewesen. Diese positive Konjunkturbild untermauere die KfW-Konjunkturprognose 2016 für Deutschland mit einem Wachstum von 2,0 Prozent und einer Inflationsrate, die sich bis Ende des kommenden Jahres der Zwei-Prozent-Zielmarke annähere.
Selten gute Stimmung im Mittelstand
Mit Blick auf den Mittelstand sagt Zeuner: "So gut war die Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen noch nie in dem bald zu Ende gehenden Jahr." Das mittelständische Geschäftsklima sei im November um 0,9 Zähler auf 18,5 Saldenpunkte gestiegen. Dabei hätten sich die Erwartungen für die künftige Geschäftslage um 1,8 Zähler auf 10,9 Saldenpunkte verbessert und die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sei mit 25,9 Saldenpunkten auf dem gleich guten Niveau wie im Vormonat.
Gute Aussichten für weiteren Aufschwung in der Eurozone
Bei den großen Unternehmen verbesserte sich die Bewertung der aktuellen Lage um 1,1 Zähler auf 22,6 Saldenpunkte und die der künftigen Geschäftslage um 0,5 Zähler auf 6,7 Saldenpunkte. Das Geschäftsklima erreichte so mit einem Plus von 0,8 Zählern auf 14,8 Saldenpunkte sein Jahreshoch, wobei vor allem die Großindustrie zulegte. Nach Ansicht Zeuners bekräftigt letzteres die KfW-Einschätzung, dass sich der Aufschwung in der Eurozone im kommenden Jahr mit etwas höherem Tempo fortsetzt und die zuletzt schwächelnde Konjunktur in den Schwellenländern allmählich anzieht. bir