Katalysatoren: Verdeckte Werkstattbesuche geplant Kfz-Gewerbe verwahrt sich gegen Drohung der Deutschen Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe will in Kfz-Werkstätten den Einbau von Austauschkatalysatoren überprüfen. Betriebe, die qualitativ schlechte Katalysatoren verwenden, sollen veröffentlicht werden. Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) verwahrt sich dagegen, Werkstätten an den Pranger zu stellen.

Die Deutsche Umwelthilfe will Werkstätten veröffentlichen, die qualitativ schlechte Katalysatoren einbauen. Das Kfz-Gewerbe verwahrt sich gegen diese Praxis. - © Foto: Karin & Uwe Annas/Fotolia.com

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte angekündigt, ab Anfang März mit verdeckten Besuchen zu ermitteln, welche Werkstätten weiterhin Austauschkatalysatoren anbieten, die nach Ansicht der Umweltschutzorganisation bestenfalls als Attrappen bezeichnet werden könnten. Die Ergebnisse will die DUH im Frühjahr veröffentlichen.

Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) bewertet das Vorgehen der DUH als rechtlich unhaltbar. "Wenn ein Kfz-Betrieb einen Markenkatalysator aus dem qualifizierten Teilefachhandel einbaut, der den Vorschriften der gültigen ECE-Regelung 103 entspricht, handelt er rechtlich einwandfrei", sagte ein ZDK-Sprecher. Jedem Kfz-Betrieb stehe es als eigenständigem Unternehmen frei, auch Austauschkatalysatoren mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" zu verbauen. Der ZDK empfehle dies sogar. Eine Verpflichtung dazu bestehe aber nicht.

Kfz-Verband behält sich rechtliche Schritte vor

Nach Ansicht des ZDK ist es mehr als fragwürdig, wenn die DUH Kfz-Betriebe an den Pranger stellen wolle, die sich rechtlich einwandfrei verhielten. Der ZDK werde sich mit aller Entschiedenheit gegen das Vorgehen der DUH wenden und rechtliche Schritte prüfen.

Die DUH war nach "Branchenhinweisen und eigenen Recherchen" zu der Erkenntnis gekommen, dass in vielen Werkstätten noch immer Austauschkatalysatoren mit schlechter Qualität verbaut werden. fm