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Wenn Betriebsinhaber einen Nachfolger suchen, gibt es für den Übergeber als auch für den Übernehmer, der ja als Existenzgründer startet, viel zu bedenken. Welchen steuerlichen Gesichtspunkte zum Beispiel beachtet werden müssen oder wie Immobilien bestmöglich übergeben werden können, erfahren Sie im Themenpaket "Betriebsübergabe und Nachfolge“.

Zahlen und Fakten zur aktuellen Problematik beim Thema „Betriebsübergabe und Nachfolge“ zeigt eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). 9.234 Betriebe wurden dazu befragt.

Wie viele Betriebe suchen derzeit einen Nachfolger?

Bis zum Jahr 2020 plant demnach beinahe jeder vierte Inhaber seinen Handwerksbetrieb an einen Nachfolger zu übergeben (18,2 Prozent) oder zu schließen (6,6 Prozent). Über 180.000 Inhaber suchen bis zum Jahr 2020 einen Nachfolger.

Welche Folgen hat es, dass so viele Nachfolger im Handwerk fehlen?

Schließen werden der Umfrage zufolge vor allem kleine Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern. Auf die Suche nach einem Nachfolger gehen eher die größeren Handwerksbetriebe ab vier Mitarbeitern. Sie suchen wesentlich häufiger einen Betriebsnachfolger. Finden auch sie keinen und müssen schließen, droht ein zusätzlicher Verlust – neben dem Betrieb als solchen und seiner Wirtschaftskraft. Denn ohne geeigneten Nachfolger/-in an der Unternehmensspitze gehen Know-how, Wertschöpfung und nicht zuletzt Arbeits- und Ausbildungsplätze im Handwerk verloren.

Warum finden so viele Betriebe keinen Nachfolger?

Im Übergabeprozess eines Betriebs spielen viele Faktoren eine Rolle für den Erfolg. Doch die Suche nach einem geeigneten Nachfolger ist laut ZDH-Umfrage die größte Hürde für die meisten Firmen. Das gaben 26,8 Prozent der Befragten an. Davon sind besonders die mittelgroßen Handwerksbetriebe mit fünf bis neunzehn Beschäftigten betroffen, von denen jeweils mehr als ein Drittel diese Hürde benennt. Kleinere Betriebe mit bis zu vier Beschäftigten stellt vor allem ihre Ertragsschwäche vor Probleme bei der Betriebsübergabe.

Schwierig wird die Nachfolgersuche auch aufgrund des demografischen Wandels, den die potenzielle Zielgruppe der besonders gründungsaktiven und übernahmewilligen 25- bis 45-Jährigen schrumpft. Hinzu kommt der Trend zum Studium, der das Handwerk vor Nachwuchsprobleme stellt.

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