Seit 1634 wird in Oberammergau alle zehn Jahre das Passionsspiel aufgeführt – in Erfüllung eines Gelübdes aus dem Jahre 1634. Das Spiel von Leben und Tod geloben die Oberammergauer mitten im Dreißigjährigen Krieg, nach monatelangem Leiden und Sterben an der Pest. An vielen Orten in Mitteleuropa gab es damals Passionsspiele, aber das Besondere an Oberammergau ist seine fast lückenlose Tradition, die auch die Zeiten überdauerte, als staatliche und kirchliche Obrigkeit die Vermengung von Religion und Possenspiel als nicht mehr ins Konzept passend verbot.
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