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Ratgeber für Autofahrer Ist Ihre Autobatterie fit für den Winter?

Im Winter ist die regelmäßige Überprüfung, Wartung und Pflege der Autobatterie ein Muss. Sonst droht ein Streik des Autos. Worauf Autofahrer bei der Batterie achten müssen, erklärt Eberhard Meissner vom Batteriespezialisten Johnson Controls.

Gerade im Winter treten vermehrt Startprobleme auf, weil Feuchtigkeit und Kälte den Autobatterien zusetzen. Doch wie schnell entlädt sich eine Autobatterie im Winter? Meissner erläutert: "Durch die niedrigen Temperaturen wird die Batterie im Winter langsamer geladen und stellt weniger Leistung bereit. Hinzu kommt ein steigender Strombedarf für den Motorstart, der vor allem bei Dieselmotoren im Winter deutlich höher ist."

Schwache Autobatterie wieder fit machen

Bei Autobatterien unterscheidet man generell zwischen wartungsaufwendigen und wartungsfreien Batterien. Bei Letzteren muss beispielsweise kein Wasser nachgefüllt werden. Meissner erklärt, wie die Lebensdauer der Batterie dennoch erhöht werden kann: "Die Batteriepole und das Kunststoffgehäuse lassen sich mit einem antistatischen Tuch säubern. Dadurch vermeiden Sie, dass Feuchtigkeit und Schmutz zwischen den Polen die Batterie langsam entladen. Außerdem müssen Sie den festen Sitz der Polklemmen überprüfen und gegebenenfalls die Muttern nachziehen."

Anleitung: Starthilfe geben

Nicht nur im Winter, sondern auch zu anderen Jahreszeiten können Autofahrer liegen bleiben. In diesem Fall ist Starthilfe gefragt. Doch auch hier können mit Blick auf die Autobatterie viele Fehler passieren. Meissner weist auf drei Dinge hin, die bei der Starthilfe wichtig sind:

  • Die Batterien von Spender- und Pannenfahrzeug müssen über die gleiche Nennspannung verfügen – die beträgt in der Regel 12 Volt. Dazu müssen auch die Angaben auf der Batterie geprüft werden. Vorsicht, wenn Lastwagen oder Oldtimer Starthilfe geben wollen oder benötigen: Sie können über ein 24-Volt-oder ein 6-Volt-Bordnetz verfügen und dürfen nur von Batterien derselben Nennspannung Starthilfe empfangen.
  • Die Starthilfekabel müssen in der richtigen Reihenfolge angeschlossen werden.
  • Der Motor des Spenderfahrzeugs muss laufen, bevor am Pannenfahrzeug der Zündschlüssel gedreht wird, um eine Entadung der Spenderbatterie zu vermeiden.

Starthilfe-Reihenfolge

Zu Beginn muss die Zündung beider Fahrzeuge ausgeschaltet sein.

  1. Das rote Starthilfekabel an den Pluspol der entladenen Batterie anklemmen.
  2. Dann das andere Ende mit dem Pluspol der Spenderbatterie verbinden.
  3. Das schwarze Kabel zuerst am Minuspol der Batterie des Spenderfahrzeugs befestigen.
  4. Anschließend das andere Ende des schwarzen Kabels an einer unlackierten Stelle im Motorraum des Pannenfahrzeuges anbringen.

    Sind die Schritte alle getan, muss der Motor des Spenderfahrzeugs gestartet werden. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Kabel nicht in den Bereich des Lüfters oder Keilriemens geraten. Erst wenn der Motor des Spenderfahrzeugs läuft, darf das Pannenfahrzeug gestartet werden. Ist der Startvorgang geglückt, werden die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder abgenommen.

Das Auto winterfest machen

Schon vor der Wintersaison, sollte beim jährlichen Herbstcheck neben Lichttest und Winterreifenwechsel auch die Batterie überprüft werden. Viele Werkstätten, Autoteilehändler und Automobilclubs bieten einen Batteriecheck an – oft sogar kostenlos. "Innerhalb weniger Minuten steht fest, ob ihre Autobatterie winterfest ist", sagt Meissner abschließend. dhz

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