KfW-Gründungsmonitor 2014 Immer mehr Gründer im Nebenerwerb

In Deutschland machen sich wieder mehr Menschen selbstständig. Dabei geht der Anstieg ausschließlich auf Nebenerwerbsgründungen zurück. Ein Trend, der nach den Einschätzungen der KfW-Bankengruppe auch in diesem Jahr anhalten dürfte.

Karin Birk

Die eigene Firma wird Wirklichkeit: Viele Nebenerwerbsgründer setzen häufiger als in den Vorjahren explizite Geschäftsideen um. - © contrastwerkstatt/Fotolia.com

Das Anziehen der Binnenkonjunktur bietet immer mehr Menschen Chancen, sich auch im Nebenerwerb selbstständig zu machen. "Der Markt ist da und viele nutzen ihn offenbar, um sich mit einer Selbstständigkeit im Nebenerwerb etwas dazuzuverdienen", kommentiert KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner die ersten Ergebnisse des KfW-Gründungsmonitors 2014, der auf einer Befragung im Zeitraum von Juli 2013 bis Dezember 2013 basiert.

Weniger Vollerwerbsgründungen

Auch für das laufende Jahr rechnet Zeuner angesichts des vorausgesagten Anziehens der Konjunktur und der positiven Arbeitsmarktlage aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer weiteren Zunahme. "Dieser wird erneut durch den Nebenerwerb getrieben sein", fügte er hinzu.

Schon im Vorjahr war angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, der Druck sich im Vollerwerb selbstständig zu machen, gering. So ist nach Angaben der KfW die Zahl der Vollerwerbsgründungen im vergangenen Jahr mit 306.000 im Vergleich zum Vorjahr mit rund 315.000 sogar leicht zurückgegangen.

Im Nebenerwerb haben sich dagegen 562.000 Personen selbstständig gemacht. Ein Plus von rund zwölf Prozent. Insgesamt habe das Gründungsgeschehen damit erstmals nach zwei rückläufigen Jahren in Folge wieder zugelegt. Vollständige Angaben über Branchen, Alter oder auch das Geschlecht der Gründer wird die Bank erst im Mai vorlegen.  

Erwerbsalternativen fehlen nicht

Schon jetzt ist allerdings klar, dass gerade bisher nicht erwerbstätige Personen, den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. "Sie sind unter den Nebenerwerbsgründern vermehrt zu finden", sagt Zeuner weiter.

Dabei setzten sie Nebenerwerbsgründer, die sich nur stundenweise und nicht Vollzeit ihrer Selbstständigkeit widmen wollten, häufiger als in den Vorjahren explizite Geschäftsideen um und würden nicht durch fehlende Erwerbsalternativen in die Selbstständigkeit getrieben. Vielmehr hätten sie vergleichbare Haushaltseinkommen wie Vollerwerbsgründer.

Weitere Informationen für Gründer unter gruenden.kfw.de .