Umfrage des Ifo-Instituts Immer mehr Betriebe wollen ihre Preise erhöhen

Viele Firmen planen, ihre Preise in den kommenden Monaten anzuheben. Das dürfte die Inflation anheizen. Besserung ist laut Ifo-Institut auch in den kommenden Monaten nicht in Sicht.

Etliche Unternehmen werden demnächst wohl ihre Preise anheben. - © gopixa - stock.adobe.com

Energiekrise, explodierende Gaspreise und Rekordinflation treffen im Herbst aufeinander. Versorgungsengpässe und höhere Beschaffungskosten schwächen die Nachfrage. Rückläufig waren die Aufträge zuletzt in allen Gewerkegruppen mit Ausnahme der Bau- und Ausbauhandwerke. Die Umsätze wachsen vor allem wegen steigender Beschaffungskosten. Folglich planen mehr deutsche Betriebe als im Vormonat, ihre Preise zu erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts hervor.

Preissteigerungen in diversen Gewerken

"Die Inflationswelle dürfte leider noch nicht abebben", sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Vor allem bei Gas und Strom ist noch einiges in der Preispipeline."

Bei den Erhöhungen in der Industrie liegen Bekleidungshersteller weit vorn. Gefolgt von den Herstellern von Glas, Keramik und Steinen, Produzenten von elektrischen Ausrüstungen und Herstellern von Druckerzeugnissen. Sehr hoch sind die Steigerungsraten auch in der Gastronomie, in der Betreuung von Gebäuden und bei Hotels. 

Konjunktureinbruch droht

Bis ins Frühjahr 2023 erwarten Volkswirte ein Absinken der Wirtschaftsleistung. Bei einer Gasmangellage droht im laufenden Jahr ein Konjunktureinbruch von 7,9 Prozent. Europas größte Volkswirtschaft steuert in eine Rezession mit längerfristigen Wohlstandsverlusten, sagen auch führende Wirtschaftsforscher in ihrer Herbstprognose voraus. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird im Herbst und Anfang 2023 jeweils schrumpfen. Das geht aus dem Herbstgutachten der Ökonomen hervor. ik