Erstmals seit acht Monaten zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen im November wieder besser gestimmt. "Der deutsche Mittelstand, aber auch die großen Unternehmen stemmen sich gegen die Eurokrise und werden dabei von einer robusten Binnennachfrage getragen", sagte Jörg Zeuner, Chef-Volkswirt der KfW-Bankenkgruppe, mit Blick auf das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer.
Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand zieht um 3,0 Zähler auf 5,6 Punkte an. Sowohl die Werte für die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr zeigten nach oben. Dabei werde die Stimmungsaufhellung von fast allen Branchen getragen. Nur im Einzelhandel könne man – allerdings auf sehr hohem Niveau – eine Eintrübung der Stimmung ausmachen.
Arbeitsmarkt bleibt 2013 robust
Auch die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt trägt ihren Teil zu Stimmungsaufhellung bei. Erstmals seit zehn Monaten steige die Einstellungsbereitschaft des Mittelstands kräftig an, teilte die KfW mit. Der entsprechende Arbeitsmarktindikator habe um 3,7 Zähler auf 8,9 Punkte zugelegt. Auch die Großunternehmen wollten weiter neue Mitarbeiter gewinnen.
2013 dürfte der Arbeitsmarkt nach Einschätzung der KfW robust bleiben und zusammen mit den Reallohnsteigerungen der Binnennachfrage entscheidende Impulse geben. "Nach einem schwachen Winter dürfte sich die Konjunktur bereits im zweiten Quartal wieder erholen", sagte Zeuner. Gleichwohl werde es wegen der schwachen Investitionsbereitschaft für das Gesamtjahr 2013 "nur für ein knappes Prozent Wachstum" reichen. bir