Im Dialog mit der Gegenwart

60 Künstler zeigen zeitgenössische Schmuckstücke auf hohem Niveau

Band, Armreif 2006, gelbgold, geschmiedet; von Ulla und Martin Kaufmann.Foto: GHM

Im Dialog mit der Gegenwart

Die Sonderschau Schmuck macht die Internationale Handwerksmesse zur führenden Adresse für zeitgenössischen Schmuck. In der Halle A1, der «Handwerk & Design», kommt die dominierende Rolle, die der Schmuck im Bereich der angewandten Kunst und des Kunsthandwerks inne hat, besonders zur Geltung.

Herbert-Hofmann-Preis

Ihren Höhepunkt erlebt die Sonderschau in der Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises am 6. März. Nicht leicht dürfte es die diesjährige Kuratorin der Sonderschau Schmuck, Mònica Gaspar, bei der Auswahl der Künstler gehabt haben. Immerhin galt es, aus 600 Bewerbungen die besten herauszufiltern. Wichtig dabei: die Verbindung des Objekts mit dem Hier und Jetzt. So wählte Gaspar vor allem die Stücke aus, die mit eigenständigen künstlerischen Ansätzen aufwarten und eine Aussage treffen - sei es ein politisches oder gesellschaftliches Statement oder der Ausdruck einer zeitgenössischen Formensprache. Besonders hoch ist in diesem Jahr der Grad der Internationalität: Aus 28 Ländern stammen die Künstler, die in München ihre Exponate zeigen.Als Klassiker wird in der Schmuck 2010 der niederländische Schmuckkünstler Robert Smit vorgestellt.

Er zählt zu den führenden Goldschmieden der Gegenwart. Sein Ansatz stellt die Grenzziehung zwischen den Disziplinen Schmuckkunst, Zeichenkunst, Malerei und Skulptur in Frage. Farbe, Linie und Gold bestimmen seinen Schmuck. Auch Absolventen der „Klasse für Schmuck und Gerät“ (bekannt als Klasse Künzli) der Akademie der Bildenden Künste München sind unter den ausstellenden Künstlern. Etwa Peter Bauhuis, der mit seinen „Avancen“ den Moment der Annäherung verkörpert, Alexander Blank mit Broschen in Form von Tierköpfen und Mirei Takeuchi mit Ketten.

Einem Termin fiebert die internationale Schmuckszene besonders entgegen, da diese Auszeichnung den Türöffner bei Galerien darstellt: die Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises am 6. März 2010. Sie findet um 17 Uhr auf der Bühne in der Halle A1 statt. Darüber hinaus wird sich um die Schmuck 2010 ein ganzer Zyklus weiterer Events und Ausstellungen gruppieren. Galerien, Museen und in diesem Jahr auch das französische und tschechische Kulturinstitut präsentieren das Thema Schmuck in seinen vielen Facetten.

So locken Goldschmiede und Galeristen, die für die Zeit der Internationalen Handwerksmesse in München weilen, tausende von Besuchern, Schmucksammlern, Museumskuratoren und begeisterte Liebhaber des zeitgenössischen Schmucks nach München die Stadt befindet sich buchstäblich im Schmuckrausch.dhz