Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands gibt weiter nach. Das wichtige Wirtschaftsbarometer hat sich im Juli den dritten Monat in Folge eingetrübt. Bauunternehmer sehen die konjunkturelle Entwicklung deutlich skeptischer. Vor allem die Nachfrage im Hochbau nahm deutlich ab.
Die aktuelle Geschäftslage wird nach dem Anstieg im Vormonat nun wieder zurückhaltender beurteilt. Auch die Erwartungen für den weiteren Geschäftsverlauf fallen laut dem ifo Geschäftsklimaindex, einem wichtigen Wirtschaftsbarometer, pessimistischer aus. Die Eurokrise belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland.
Im Verarbeitenden Gewerbehat sich das Geschäftsklima stark eingetrübt. Insbesondere die aktuelle Geschäftslage wird erheblich ungünstiger eingeschätzt als im Vormonat. Die Kapazitäten werden von den Unternehmen klar weniger ausgelastet.
Auch die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung sind kräftig gesunken. Die Exporterwartungen haben sich jedoch nur leicht verschlechtert.
Aufträge im Baugewerbe gehen zurück
Einen Lichtblick bildet die Entwicklung im Einzelhandel: Hier ist das Geschäftsklima wie im Vormonat gestiegen. Die Einzelhändler beurteilen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für das kommende halbe Jahr günstiger. Im Großhandel trübte sich das Geschäftsklima dagegen weiter ein. Die Großhändler berichten zwar von einer besseren Geschäftslage, sind aber pessimistischer für den weiteren Geschäftsverlauf.
Im Bauhauptgewerbeist der Geschäftsklimaindex nach dem Anstieg im Vormonat gesunken. Zwar schätzen die Bauunternehmer die aktuelle Geschäftslage etwas besser ein, bezüglich der weiteren Entwicklung sind sie aber deutlich skeptischer.
Im Mai 2012 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Mai 2011 preisbereinigt um 4,7 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 11,5 Prozent ab, im Tiefbau dagegen um 3,3 Prozent zu. Der Gesamtumsatz belief sich im Mai 2012 auf rund 8,0 Milliarden Euro und sank damit gegenüber Mai 2011 um 6,1 Prozent. rh