Verhaltensknigge Hochzeit: So sollten Sie den neuen Namen kommunizieren

Nach der Hochzeit teilen sich viele Paare auch den Nachnamen. Wenn aus Schmid schließlich Müller wird, ändern sich nicht zuletzt die beruflichen Accounts. Wie kommuniziert man das unkompliziert?

Auto mit Hochzeitsschmuck
Nach der Hochzeit ändert sich oft der Familienname. Im Berufsalltag sollte das mitgeteilt werden. Eine große Rundmail ist aber nicht unbedingt zu empfehlen. - © ruslan_shramko - stock.adobe.com

Nach der Hochzeit fahren viele Ehepaare in die Flitterwochen. Doch neben der Urlaubsreise gibt es auch einige bürokratische Dinge zu erledigen. Zum Beispiel die Namensänderung allen Behörden und Freunden mitzuteilen. Und auch über die Frage, wie sie den neuen Nachnamen im beruflichen Kontext kommunizieren, zerbrechen sich frisch Verheiratete gerne mal den Kopf.

Die Etikette-Trainerin Imme Vogelsang rät zur Zurückhaltung. Berufstätige müssen ihren künftigen Namen keinesfalls schon vorab kommunizieren. "Geschäftspartnern, Kundinnen oder Kunden, mit denen ich wenig zu tun habe oder die mich nicht näher kennen, müssen nicht schon vor der Hochzeit informiert werden", sagt sie. Das könne im schlechtesten Fall sogar den Eindruck erwecken, man erwarte Glückwünsche oder Geschenke.

Etwas anders sieht es bei langjährigen Kunden oder engen Kollegen aus. Womöglich hat man um den Tag der Trauung herum ohnehin Urlaub geplant und informiert in dem Zuge auch über die Heirat. Dann sei es auch okay, schon vor dem offiziellen Ja-Wort über die Namensänderung zu sprechen.

Neuer Name: Direkt im Gespräch aufklären 

Wer die Heirat bereits hinter sich hat, kann die Namensänderung einfach auf den Kanälen mitteilen, auf denen man im Job ohnehin geschäftlich kommuniziert. "Ich muss aber im Großkonzern keine Rundmail an alle schreiben", schränkt Imme Vogelsang ein. Vielmehr bietet es sich an, Gesprächspartner in einem netten Satz aufzuklären, wenn man ohnehin telefoniert. "Wenn ich mich mit einem neuen Namen am Telefon melde, kann ich sagen: 'Nicht, dass Sie sich wundern: Ich habe geheiratet und heiße jetzt Müller.'"

In E-Mails können Berufstätige ihre Namensänderung unspektakulär in der Grußformel mitteilen. Imme Vogelsang schlägt etwa vor, den Geburtsnamen in Klammern hinter den neuen Namen zu schreiben: Mit freundlichen Grüßen, Anne Müller (geb. Schmid). Hinweise wie "ehemals" oder "vormals" seien in dem Kontext aber überholt, findet die Etikette-Expertin. Wer mag, kann einen solchen Hinweis auch für eine Weile in die Signatur aufnehmen. dpa