Konjunkturumfrage Handwerk geht optimistisch ins neue Jahr

82 Prozent der Handwerker blicken zuversichtlich nach vorne. Das zeigt die neue Konjunkturumfrage des Handwerks unter rund 4.000 Betrieben. Mit dem Wert bleibt der Anteil der Optimisten übers Jahr gerechnet unverändert. Auch die Vorhersagen zu den Auftragseingängen und Umsätzen fallen ganz ähnlich aus wie zum Jahresende 2011.

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Offenbar blicken viele Handwerker bereits über die aktuelle Schwächephase hinweg und glauben nicht an eine grundlegende Verschlechterung der Konjunktur.

Bisher behinderten negative Konjunktureinflüsse hauptsächlich den Handel mit den Euro-Ländern und verunsicherten die gewerblichen Inves - toren im Inland.

Nur 15 Prozent erwarten Zuwächse

Erst wenn die "Vertrauensstörung" auf die Privathaushalte übergriffe, müsste das Handwerk seine Einschätzung wohl revidieren. Das Handwerk für gewerblichen Bedarf kann den Abschwung sicher noch nicht abhaken. Das lässt sich an den Umsatzprognosen für das nächste Quartal ablesen: 30 Prozent der Befragten rechnen mit weniger Einnahmen, nur 15 Prozent erwarten Zuwächse.

Viele Baufirmen drücken zu Jahresbeginn auf die Pause-Taste. Sobald die witterungsbedingten Störungen abklingen, wird es aber wieder laut auf Deutschlands Baustellen. In den ersten zehn Monaten 2012 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 7,4 Prozent. Die Hoffnung richtet sich aber auch auf die öffentliche Nachfrage, weil die Steuerschätzer 2012 einen Einnahmenrekord für Bund, Länder und Kommunen meldeten.

Zudem will die Bundesregierung zusätzlich 750 Millionen Euro in Verkehrsprojekte investieren. Alles in allem erwartet die deutsche Bauwirtschaft einen Umsatzzuwachs von zwei Prozent im laufenden Jahr.

Konsumprognosen aber beruhigend.

Am Automarkt müssen die Händler hohen Aufwand betreiben, um Käufer anzulocken. Daran wird sich in den verkaufsschwächeren Wintermonaten nichts ändern. Jeder vierte Kfz-Betrieb rechnet damit, dass der Kundenzuspruch weiter abflaut. Als Reaktion darauf werden per Saldo Jobs abgebaut.

Die Handwerke für privaten Bedarf stecken ihre Erwartungen nach Weihnachten zurück. Ungeachtet saisonaler Trends sind die Konsumprognosen jedoch beruhigend. Die Realeinkommen steigen 2013. Zwar treiben höhere Kosten für Netzausbau und erhöhte EEGUmlage den Strompreis hoch. Auf der anderen Seite werden die Verbraucher unter anderem durch niedrigere Rentenbeiträge entlastet. we/los