Mit einem Rundgang von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Internationale Grüne Woche in Berlin begonnen. Erste Station der aus Bayern stammenden Ministerin war der Stand der Niederlande.
Grüne Woche in Berlin eröffnet
Dort wurden Aigner, Wowereit und der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, von der niederländischen Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg begrüßt. Die Niederlande sind in diesem Jahr Partnerland der Grünen Woche.
Die Umweltschutzorganisation WWF demonstrierte vor dem Messeeingang Nord mit einer überdimensionierten Kuh für ein klimafreundliches Umsteuern in der Agrarpolitik. Rund zehn WWF-Aktivisten verteilten Luftballons mit der Aufschrift "Landwirtschaft klimafreundlich machen".
WWF-Agrarexperte Matthias Meißner verwies darauf, dass der Anteil der Landwirtschaft an den klimaschädlichen Treibhausgasen weltweit bei mindestens 14 Prozent liege und damit genauso hoch sei wie in den Bereichen Transport und Industrie. Die Agrarbranche müsse deshalb ein "klares Bekenntnis zum Klimaschutz" ablegen, forderte Meißner. Gebraucht werde ein Plan, wie die Landwirtschaft die selbst verursachten Klimagase zurückfahren will. Die Politik müsse die Bauern dabei finanziell unterstützen und falls erforderlich mit Gesetzen Verbesserungen erzwingen.
Seit 10 Uhr ist die weltgrößte Agrar- und Verbraucherschau auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Laufe des Tages wird auch Russlands Regierungschef Wladimir Putin zu einem Besuch auf der Grünen Woche erwartet. Sein Land stellt mit 6.000 Quadratmetern Präsentationsfläche erneut die größte ausländische Beteiligung. Insgesamt 1.600 Aussteller aus 56 Ländern präsentieren bis 25. Januar in den Messehallen unterm Funkturm ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Die Veranstalter erwarten an den zehn Messetagen wieder mehr als 400.000 Besucher.
ddp
