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Steuertipp Gewinnermittlung 2018: Wahlrecht bei geringwertigen Wirtschaftsgütern

Sitzen Sie schon an der Gewinnermittlung für 2018 und am Ausfüllen der Steuererklärungen 2018? Dann sollten Sie die Wahlrechte für geringwertige Wirtschaftsgüter beachten. Damit können Sie Ihren Gewinn gehörig mindern.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten netto (also ohne Umsatzsteuer) nicht mehr als 250 Euro und 1.000 Euro betragen und selbständig nutzungsfähig sind (also ohne weitere Geräte funktionieren). Der Clou: Die Anschaffungskosten für GWG dürfen entweder im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen oder im Rahmen der Sammelpostenabschreibung auf fünf Jahre verteilt  werden.

Methode 1 – Anschaffungskosten bis netto 250 Euro:

Bei Anschaffungskosten bis netto 250 Euro dürfen GWG stets in voller Höhe als Betriebsausgaben gebucht werden.

Methode 2 – Anschaffungskosten netto 250,01 Euro bis netto 800 Euro:

Für GWG in diesem Preissegment können Sie ebenfalls die Anschaffungskosten in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend machen. Das hat aber zur Folge, dass für GWG mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro netto (siehe nachfolgende Erklärung) die Sammelpostenmethode nicht mehr geltend gemacht werden darf.

Methode 3 – Anschaffungskosten netto 250,01 Euro bis netto 1.000 Euro:

Bei GWG in diesem Preissektor dürfen Sie die GWG in einem Sammelposten erfassen und gleichmäßig verteilt auf fünf Jahre abschreiben. Die Entscheidung für die Sammelpostenmethode bedeutet allerdings, dass die vorher beschriebene Methode in Preissegment von 250,01 Euro bis 800 Euro nicht zur Anwendung kommt.

Steuertipp: Sie müssen also eine Vergleichsrechnung durchführen, wie hoch die Betriebsausgaben aus den Methoden 2 und 3 jeweils sind und sich je nach Ihrer individuellen Zielsetzung für eine dieser beiden Methoden entscheiden. Beide Methoden nebeneinander anzuwenden ist unzulässig. dhz

Im DHZ Steuerarchiv finden Sie weitere Steuertipps.

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