Integration in den Arbeitsmarkt Geflüchtete beschäftigen: Mittel für Willkommenslotsen aufgestockt

Die Willkommenslotsen unterstützen dabei, Handwerksbetriebe und Geflüchtete zusammenzubringen. Nun hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die Fördermittel für die Helfer erhöht. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer begrüßt das.

Die Willkommenslotsen unterstützen Betriebe bei der Integration von Geflüchteten. - © Tyler Olson - stock.adobe.com

Das Handwerk lobt die Aufstockung der Fördermittel für Willkommenslotsen. "Es ist ein ausgesprochen gutes Zeichen und eine Ermutigung für unsere Betriebe", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer mit Blick auf Handwerksunternehmen, die sich bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – derzeit vor allem aus der Ukraine – mit großem Einsatz engagieren würden. Die Lotsen unterstützen die Unternehmen sehr konkret dabei, Betriebe und Geflüchtete zusammenzubringen und sie bei rechtlichen und Fragen zu Verwaltungsvorgängen zu beraten.

Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen) würdigte das "große Engagement", mit dem die Unternehmen die betriebliche und gesellschaftliche Integration von Geflüchteten aktuell anpackten. "Um diesen Einsatz zu unterstützen, wollen wir das Förderprogramm Willkommenslotsen in den Regionen, in denen der Bedarf nach Beratung besonders hoch ist, weiter ausbauen", sagte er auch mit Blick auf den aktuellen Zustrom von Geflüchteten aus der Ukraine. Kammern und Wirtschaftsverbände erhielten kurzfristig und unterjährig die Möglichkeit, neue Willkommenslotsen-Stellen zu beantragen und zu etablieren.

Beratung erleichtert Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Wie Wollseifer weiter sagte, ist die Hilfsbereitschaft im Handwerk weiterhin sehr groß. Gleichzeitig bleibe aber auch der Beratungsbedarf und die Unterstützung für die Betriebe hoch. "Indem nun zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, um das Programm der Willkommenslotsen auszubauen, trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima diesem erhöhten Unterstützungsbedarf zeitnah Rechnung", betonte er. Damit könnten rund zehn neue Stellen geschaffen werden, heißt es beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Richtlinie gilt bis Ende 2023

Für das laufende Jahr wurden laut ZDH bei Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaft und Bildungsstätten des Handwerks bei 33 Trägern rund 40 Stellen für Willkommenslotsen bewilligt. Das entspricht einem Anteil von 60 Prozent aller – auch in anderen Wirtschaftsbereichen – bewilligten Stellen. Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2023, heißt es beim ZDH. Sollten die Mittel ausreichen, würden auch noch weitere Stellen bewilligt.

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weiter mitteilte, kann eine Antragstellung ab sofort über die Leitstelle beim ZDH erfolgen (Ansprechpartnerin: Frau Leitsch, Tel. 030 20619-332, E-Mai: leitsch@zdh.de). Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es unter: www.bmwk.de/willkommenslotsen.