Neue Kastenwagen aus China Geely-Tochter Farizon stellt zwei E-Transporter vor

Immer mehr Hersteller aus Fernost peilen mit ihren Nutzfahrzeugen den europäischen Markt an – nun fährt Farizon vor. Die Nutzfahrzeugsparte des Geely-Konzerns hat auf der IAA Transportation zwei vollelektrische Kastenwagen in der Bulli- und Sprinterklasse präsentiert. Wann die ersten Fahrzeuge lieferbar sind, steht allerdings noch nicht fest.

Farizon V7E
Elektro-Transporter aus dem Reich der Mitte nimmt Kurs auf Europa: Der neue Farizon V7E. - © Farizon

Nachdem chinesische Hersteller im Pkw-Sektor das Straßenbild längst mitbestimmen, drängen nun auch immer mehr Transporter in den deutschen Markt. Jüngstes Beispiel: Farizon stellte auf der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover zwei Kastenwagen vor, die in der Bulli- und Sprinterklasse an den Start gehen.

Bei Farizon handelt es sich um die Nutzfahrzeugsparte von Geely, einem führenden chinesischen Automobilhersteller, der bereits mit drei Pkw (E2, E5 und Starry) in Deutschland vertreten ist. Zum Konzern mit Sitz in Hangzhou gehören aber auch Volvo und Polestar.

Seit diesem Frühjahr bereitet Farizon die Markteinführung der vollelektrischen Transporter V7E und SV vor. Im April nahm das Unternehmen ein Ersatzteillager im hessischen Gaggenau in Betrieb. Gleichzeitig treibt Farizon den Aufbau des deutschen Vertriebs- und Servicenetzes voran. Wann die ersten Fahrzeuge lieferbar sind, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Farizon SV kommt ohne B-Säule

Farizon SV
Der Farizon SV will in der Klasse der 3,5-Tonner mitmischen. - © Farizon

Beim Farizon SV handelt es sich um einen 3,5-Tonner, der in fünf Karosserievarianten angeboten werden soll. Alle verfügen über Frontantrieb und decken bei der Nutzlast einen Bereich von 975 bis 1.290 kg ab. Eine niedrige Ladekante (520 mm) und der Verzicht auf die B-Säule auf der Beifahrerseite sollen das Be- und Entladen erleichtern.

In der Variante L1H1 schafft der E-Transporter mit 83,66-kWh-Batterie eine Reichweite von 384 km. Für die größte Variante L3H3 steht alternativ eine Batterie mit 100,8 kWh zur Verfügung, die eine Reichweite von 375 km ermöglicht.

Eine Nummer kleiner als der SV kommt der Farizon V7E daher. Allerdings streckt er sich mit knapp 5 m auf die gleiche Länge wie der SV in L1H1-Ausführung, bei etwas geringerer Breite (1,82 m). Der V7E wird allerdings nur in einer Karosserievariante angeboten. Dafür stehen zwei Batterien (50,23 oder 66,67 kWh) zur Verfügung, die laut Hersteller Reichweiten von 240 bzw. 328 km sowie Nutzlasten von 1.370 bzw. 1.240 kg erlauben. ste