Bessere Kombinationsmöglichkeiten durch Flexi-Rente Flexi-Rente: Teilzeitarbeit mit Teilrente

Mit dem Ende November 2016 verabschiedeten "Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben" (Flexi-Rentengesetz) soll der gleitende Übergang vom Erwerbsleben in die Rente gefördert werden.

Matthias Carl

Ab Juli 2017 können Rentner 6.300 Euro jährlich anrechnungsfrei hinzuverdienen. - © picture alliance/Bildagentur-online/Ohde

Arbeitnehmer erhalten ab dem 63. Lebensjahr verbesserte Möglichkeiten zur Kombination einer Teilzeitarbeit mit einer Teilrente. Außerdem werden Arbeitgeber, die Arbeitnehmer über die Regelaltersgrenze hinaus weiterbeschäftigen, entlastet. Das Gesetz trat am 1. Januar 2017 beziehungsweise tritt zum 1. Juli 2017 (Hinzuverdienst bei Teilrentenbezug) in Kraft.

Teilzeitarbeit und Teilrente

Diejenigen Arbeitnehmer, die mit 63 Jahren in Teilrente gehen, können künftig mehr hinzuverdienen. Ab Juli 2017 können Rentner 6.300 Euro jährlich anrechnungsfrei hinzuverdienen. Darüber liegende Verdienste aus Arbeitsentgelt beziehungsweise Arbeitseinkommen werden zu 40 Prozent auf den Rentenzahlbetrag angerechnet.

Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern über die Regelaltersgrenze

Für Arbeitgeber, die Arbeitnehmer über die Regelaltersgrenze (schrittweise ansteigend auf 67 Jahre) hinaus beschäftigen, entfällt ab 1. Januar 2017 der alleinige Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung in Höhe von 1,5 Prozent (die Neuregelung ist bis 31. Dezember 2021 befristet). Der alleinige Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung ist allerdings weiter zu zahlen. Neu ist, dass der Arbeitnehmer ab 2017 die Möglichkeit hat, freiwillig eigene Rentenbeiträge zu zahlen ("Opt-in"). Seiner Rentenanwartschaft kommen in diesem Fall die eigenen Beiträge und die Arbeitgeberbeiträge zugute und wirken sich rentensteigernd aus.

Ausgleich von Rentenabschlägen ab dem 50. Lebensjahr

Arbeitnehmer und Selbstständige können für den Fall, dass sie künftig eine vorzeitige Altersrente in Anspruch nehmen möchten, Rentenabschläge bereits ab dem 50. Lebensjahr ausgleichen und einen vorzeitigen Renteneintritt besser absichern.

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