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Produktbezeichnungen von Veggie-Produkten Fleischersatz: EuGH-Urteil mit Signalwirkung

Der Europäische Gerichtshof hat geurteilt, dass Bezeichnungen wie "Tofubutter" oder "Veggie-Käse" für rein pflanzliche Produkte unzulässig sind. Die traditionellen Namen sollen den Originalen vorbehalten sein und nicht zu einer Verwirrung der Verbraucher führen. Für den Deutschen Fleischer-Verband ist das ein Signal auch für den Streit um Fleischersatzprodukte.

Zwischen dem Deutschen Fleischer-Verband und dem Vegetarierbund ist schon seit längerem eine Debatte entbrannt über die Bezeichnungen von veganen und vegetarischen Ersatzprodukten. Diese bekommt nun neuen Aufschwung durch ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). 

Dieser musste entscheiden, ob vegetarische und vegane Milchersatzprodukte mit den bekannten Namen wie "Milch" oder "Käse" bezeichnet und beworben werden dürfen. Und sie dürfen es nicht. Die Hersteller dieser Alternativprodukte müssen sich künftig andere Namen ausdenken.

Laut EuGH ist die Bezeichnung „Milch“ allein Produkten vorbehalten die aus der "normalen Eutersekretion" von Tieren gewonnen werden und dies gelte auch für die Nutzung der Begriffe "Rahm", "Sahne", "Butter", "Käse" oder "Joghurt". Die Richter in Luxemburg sahen eine Verwechslungsgefahr für die Verbraucher und diese gelte es auszuschließen.

Genau so eine Verwechslungsgefahr wird auch bei den Veggie-Produkten befürchtet, die als Fleischersatzprodukte auf dem Markt sind. Zwar zeigte sich erst kürzlich, dass  der große Aufschwung der veganen und vegetarischen Fleischersatzprodukte vorbei zu sein scheint. Die Verkaufszahlen gehen mittlerweile ins Minus und der Absatz lag schon im Januar 2017 mit fünf Prozent unter den Vorjahreszahlen; im Februar waren es schon zehn Prozent. Das zeigen Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Kaum noch neue Käufer kamen hinzu.

Doch die Debatte um die Bezeichnungen für die veganen und vegetarischen Schnitzel, Würstchen und Co. ist hier dennoch nicht beendet und die Hersteller der Fleischersatzprodukte kämpfen weiter – neben dem sinkenden Absatz – mit diesem Problem. Ihre Gegner sind sowohl der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) als auch Bundesernährungsminister Christian Schmidt, die beide gerade daran arbeiten, dass Bezeichnungen wie "Wurst", "Schnitzel" oder "Steak" den tierischen Produkten vorbehalten bleiben.

Der DFV begrüßt deshalb das Urteil des EuGH und sieht darin eine starke Signalwirkung im Streit um die Fleischersatzprodukte. Viele Argumente, die der EuGH gegen die Nutzung von Begriffen von Rahm, Sahne, Butter, Käse, Joghurt für Analogprodukte vorgebracht habe, würden sich auch im Antrag des Verbands wiederfinden, den er bereits im März 2016 zusammen mit dem Deutschen Bauernverband bei der Deutschen Lebensmittelbuchkommission gestellt habe. Der Antrag richtet sich genau gegen die Bezeichnung von fleischlosen Erzeugnissen mit Namen der bekannten Originale aus tierischen Zutaten. Er wird zurzeit in einem eigens eingerichteten Fachausschuss der Deutschen Lebensmittelbuchkommission diskutiert.

Wie der DFV ausdrücklich betont, geht es dabei allerdings nicht nur um die Namen, sondern auch um die Vorgaben, die die Hersteller jeweils zu erfüllen haben – für Güte und Zusammensetzung von Analogprodukten. So könne nicht sein, dass für einen traditionellen Kochschinken oder eine Kalbsleberwurst strengste Qualitätsmaßstäbe gelten würden, für ein in Name, Form und Farbe ähnliches Erzeugnis aus Soja oder Getreideeiweiß hingegen nicht, meldet der Verband. Die Verabschiedung eines Leitsatzes für vegane und vegetarische Lebensmittel durch das Plenum der Lebensmittelbuchkommission sei noch in diesem Jahr geplant.

Irreführung mit veganen Schnitzeln?

"Bratstück" lautet ein Vorschlag des DFV für vegane oder vegetarische Gerichte, die bislang noch als fleischlose Schnitzel, Bouletten oder Steaks verkauft werden. Sie könnten aus Sicht des DFV auch anders heißen - Hauptsache nicht mehr so, wie ihre Vorbilder aus Fleisch. Das sei eine Irreführung wertet der Verband. Unterstützung bekommt er von Bundeslandwirtschaftsminister Chistian Schmidt, der sich für eine klare Kennzeichnung der fleischlosen Ersatzprodukte einsetzt. "Wir brauchen klare Bezeichnungen. Bei der veganen Putenbrust hört es für mich auf", sagte er in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse. Begriffe wie "vegetarisches Schnitzel" oder "vegane Currywurst" will er daher künftig verbieten.

Für klare Kennzeichnungen kämpft derzeit auch der Vegetarierbund (Vebu). Auch er möchte, dass diejenigen, die beim Einkauf nach den Fleischalternativen suchen, schnell und eindeutig wissen, was sie kaufen. Namen wie "Schnitzel" oder "Wurst" will der Vebu allerdings beibehalten, da sie dem Käufer einen Hinweis darauf geben, was sie in Sachen Geschmack, Konsistenz und Art der Zubereitung und des Verzehrs erwarten können. Doch diese sollen künftig verpflichtend und deutlich den Hinweis "vegan" oder "vegetarisch" erhalten. Für diese Form der Kennzeichnung hat der Vebu nun kürzlich einen Antrag bei der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) eingereicht. Diese bestimmt, welche Zutaten und welche Bezeichnungen für Lebensmittel in Deutschland zulässig sind. Ihr Chef ist allerdings Christian Schmidt.

Auf den ersten Blick sind vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte oft kaum von den Originalen zu unterscheiden. Die Hersteller nutzen gerne die bekannten Bezeichnungen wie Schnitzel, Salami oder Steak für ihre pflanzlichen Alternativen. Das kritisiert der DFV schon lange. Denn auch wenn die Optik stimmt, hätten diese Lebensmittelimitate kaum noch etwas anderes mit den Produkten aus tierischen Zutaten gemeinsam.

Außerdem könne man den gesundheitlichen Nutzen der Fleischersatzprodukte anzweifeln, meldet der Verband mit Bezug auf eine Untersuchung der Zeitschrift ÖKO-Test, die bemängelt hat, dass in den Produkten sehr viele Zusatzstoffe enthalten sind. Das sei nötig, um Wasser und Pflanzeneiweiß in eine schnittfeste Masse zu verwandeln und eine "Wurstoptik" vorzutäuschen, so der DFV.

Darf es vegane Schnitzel und vegetarische Salami geben?

Dass hier etwas vorgetäuscht werden könnte, sehen mittlerweile auch einige Politiker aus SPD und CDU so und haben einen gemeinsamen Antrag erarbeitet, der einheitliche Kriterien für die Bezeichnungen "vegan" und "vegetarisch" fordert und auch dafür, wie die Produkte benannt werden dürfen. So soll sich die Bundesregierung künftig für eine EU-weit rechtsverbindliche Definition der Begriffe im Sinne der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) einsetzen.

In Bezug auf die Namensgebung, die sich nahe an der der Originale aus tierischen Zutaten orientiert, sieht die EU-Kommission selbst derzeit keinen Handlungsbedarf. In der Antwort von Vytenis Andriukaitis, dem derzeitigen Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, auf eine Anfrage der CDU-Europaabgeordneten Renate Sommer heißt es ganz eindeutig: "Nach Dafürhalten der Kommission reichen die geltenden Bestimmungen als Rechtsgrundlage aus, um die Verbraucher vor Irreführung zu schützen." So weist die EU-Kommission die Kritik bislang noch zurück und sieht wohl auch keinen Grund, bei diesem Thema weitere Schritte einzuleiten.

Als Grundlage zitiert Andriukaitis die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, wonach das Aussehen, die Bezeichnung oder die bildliche Darstellung eines Lebensmittels nicht suggerieren dürfen, dass es eine Zutat enthält, die gar nicht enthalten ist. Zudem müsse in unmittelbarer Nähe des Produktnamens die Bezeichnung der ersetzenden Zutat(en) ausgewiesen sein. Die EU-Kommission sieht bei den veganen und vegetarischen Ersatzprodukten durch die Angaben auf den Verpackungen, die meist die Zusätze "vegan" oder "vegetarisch" enthalten keine Verbrauchertäuschung.

Umso mehr freut sich der Fleischer-Verband nun, dass durch die politische Unterstützung unter anderem von Christian Schmidt nun wieder Bewegung in die Sache kommt. DFV-Vizepräsident Konrad Ammon teilt dazu mit: "Wer auf eine Verpackung draufschreibt, was nicht drin ist, macht sich der Verbrauchertäuschung verdächtig. Wir freuen uns, dass viele andere dies inzwischen auch so sehen". Denn ein veganes Schnitzel ist nun mal kein Schnitzel und vegetarische Wurst keine Wurst. Es mangelt bei Geschmack, Geruch und Konsistenz bzw. sind diese einfach anders. Kern der Kritik des DFV ist die nicht erfüllte Verbrauchererwartung. So viele Fleischersatzprodukte wie derzeit im Handel zu finden sind, könnte es zu Verwechslungen kommen.

Irreführung vermeiden: Bratstück statt Bratwurst

Um das zu verhindern, hat der DFV den Antrag bei der Deutschen Lebensmittelbuchkommission gestellt und möchte, dass für die veganen und vegetarischen Erzeugnisse keine Bezeichnungen mehr verwendet werden dürfen, unter denen Fleischerzeugnisse bereits bekannt sind. In den Leitsätzen der Lebensmittelbuchkommission gäbe es entsprechende Definitionen.

Weitere Kritik: Der DFV vermutet, dass bei Fleischersatzprodukten mit zweierlei Maß gemessen werde. "Es geht um Verbraucherschutz und es geht darum, dass an diejenigen, die Produkte verkaufen, die Fleisch enthalten, sehr viele Vorgaben erfüllen müssen", sagt Gero Jentzsch, Sprecher des DFV. Die vielen Vorgaben findet Jentzsch in Ordnung, nur nicht, dass sie bei denjenigen wegfallen, die ein Schnitzel verkaufen, das statt Fleisch teilweise künstliche Ersatzstoffe enthalten. "Für Kochschinken zum Beispiel  gibt es eine lange Liste an Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bis man ihn so nennen und unter dem Namen verkaufen darf. Für veganen Kochschinken gilt das nicht", kritisiert der DFV-Sprecher.

Als gesetzliche Grundlage dient in der Problematik die Lebensmittelinformations-Verordnung, die klar vorschreibt, dass Verbraucher, das von einem Produkt erwarten dürfen, was auf der Verpackung steht. "Alleine die Nachahmung der Form kann nicht ausreichen, um die entsprechenden Verkehrsbezeichnungen zu verwenden", teilt der DFV in einem Schreiben zum Thema mit. Lediglich die Aufmachung oder die Form des "Originals" zu imitieren, ist nach Ansicht des Verbandes irreführend. Besser wären demnach für die fleischlosen Erzeugnisse neutrale Begriffe wie "Bratstück".

Vegetarierbund verteidigt Ersatzprodukte

Der Vebu sieht jedoch keinerlei Irreführung der Verbraucher, da die Ersatzprodukte ausreichend gekennzeichnet seien. Darauf würden die Hersteller im Sinne der Käufer selbst Wert legen, denn diejenigen, die die fleischlosen Alternativen suchen, sollen sie auch finden. Genau dies möchte der Vebu nun jedoch mit dem eigenen Antrag bei der DLMBK absichern.

Dass die vegetarischen und veganen Ersatzprodukte in Aussehen, Verwendungsmöglichkeit und Bezeichnung den tierischen Produkten oft sehr ähnlich sind, ist nach Angaben des Vegetarierbunds sogar das Ziel. "Alternativprodukte bieten die Chance, Ernährungsgewohnheiten beizubehalten und gleichzeitig die Vorteile pflanzlicher Produkte zu nutzen", heißt es in einer Stellungnahme des Vebu zum Thema. Mit Bezeichnungen wie "Bratstück" oder Ähnlichem müssten die Produzenten der fleischlosen Produkte zusätzliche Erklärungen bereitstellen. Wer das Wort "Schnitzel" liest, weiß meist sofort, was er erwarten kann in Bezug auf Form, Aussehen und Konsistenz, er weiß, wie er ein Schnitzel zubereiten kann und dass es keine Süßspeise, sondern eine deftige Mahlzeit darstellt.

Aus Sicht des Vebu ist es deshalb sinnvoll, dass die bekannten Namen auch für die Alternativprodukte verwendet werden dürfen. Eine rechtliche Festlegung gibt es dafür nicht, doch genau diese fordert der Vertreter der Veganer und Vegetarier. Als Voraussetzung nennt der Vebu: das Ersatzprodukt ist dem tierischen Produkt, mit dessen Namen es beschrieben werden soll, sehr ähnlich und die fleischlose Eigenschaft wird eindeutig kommuniziert.

Der Fleischer-Verband ist jedoch anderer Ansicht und kritisiert die Sicht des Vebu. "Der Vebu verkennt, dass Wurst, Schinken und Schnitzel nicht wegen ihrer Form und Farbe, sondern wegen der charakteristischen Inhaltsstoffe und des Geschmacks beliebt sind. Niemand kauft ein Schnitzel, nur weil es unregelmäßig geformt und flach ist und verzehrt werden kann", so DFV-Geschäftsleiter Dr. Wolfgang Lutz.

Da die EU-Kommission keinen Anlass für neue Vorschriften sieht, müsse es erst einmal neue Gesetze auf nationaler Ebene geben. Hier sind sich Vegetarierbund und Fleischer-Verband einig: die Verantwortlichen für die Leitsätze des Lebensmittelbuchs sollen entscheiden bzw. neue Vorschriften erlassen.

Der Vebu weist zudem auf eine aktuelle repräsentative Umfrage durch den Verbraucherzentrale Bundesverband hin. Diese zeige, dass nur vier Prozent der Befragten jemals versehentlich statt eines tierischen oder fleischhaltigen Lebensmittels ein vegetarisches oder veganes Produkt gekauft haben – oder umgekehrt. "Die gängige Praxis, vegane und vegetarische Alternativprodukte mit Begriffen, die herkömmlich für tierische Produkte genutzt werden, zu kennzeichnen, führt also nicht zu Fehlkäufen oder Irreführungen", schreibt der Vegetarierbund.

Veganer Fleischer und vegetarischer Metzger

Der DFV ist übrigens kein grundsätzlicher Gegner von Vegetarischem und Veganem, da viele Handwerksmetzger bereits fleischlose Alternativen mit im Programm haben. Immer mehr Metzgereien bieten ihre Produkte auch bei Caterings und im Partyservice an und hier wächst die Konkurrenz mit Anbietern veganer Speisen.

Erfahrungen mit der Problematik der Namensgebung bei den veganen Alternativen zu Schnitzel, Steak und Co. aus dem Handwerk können jedoch auch ganz anders verlaufen. Statt darin eine Konkurrenz zu sehen, hat beispielsweise Metzgermeister Michael Spahn aus Frankfurt am Main ein Geschäftsmodell daraus gemacht und bringt selbst immer neue vegane Produkte auf den Markt. 25 Prozent seiner Gesamtumsatzes erwirtschaftet der Metzger mittlerweile damit.

Doch auch Michael Spahn sah sich dem Vorwurf der Verbrauchertäuschung ausgesetzt, da er die Namen seiner Spezialitäten zu nah an denen der ursprünglich en Produkte mit tierischen Zutaten gewählt hat. Er hat sich nun einfach eine ganz eigene Schreibweise ausgedacht, um der Problematik zu entgehen. So stehen auf seiner veganen Produktliste heute "Lebberkees" und "Döner-Vleisch". Die gesamte Geschichte von Michael Spahn, der übrigens mittlerweile selbst Veganer geworden ist, können Sie hier nachlesen.>>>

Zum Thema wird der Unterschied zwischen fleischloser und "richtiger" Wurst, zwischen vegetarischer Alternative und den Originalen auch beim "Vegetarischen Metzger" in Berlin Kreuzberg. Mehr über dieses Ladengeschäft inklusive Imbiss, das bewusst darauf setzt genauso auszusehen wie ein Fleischerfachgeschäft und doch keine tierischen Produkte bietet, lesen Sie hier.>>>

Sinkender Fleischkonsum

Mehr Vegetarier, Veganer und Flexitarier, der demographische Wandel und das schlechte Grillwetter sorgen aktuell dafür, dass der Fleischkonsum der Deutschen sinkt. Im vergangenen Jahr sank der durchschnittliche Fleischverzehr pro Kopf in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um ein Kilogramm auf 59,9 Kilogramm. Das ermittelte die Gesellschaft für Konsumforschung GfK. Im ersten Halbjahr 2016 sank der Absatz hierzulande von Wurst und Fleisch um 1,4 Prozent.

Weitere Gründe für den Rückgang beim Fleischkonsum: Immer weniger Menschen kochen selbst und sowohl bei Fertiggerichten als auch beim Außerhausverzehr würden kleinere Fleischportionen verzehrt. Der bewusste Verzicht auf Fleisch sei in den jüngeren Altersgruppen immer verbreiteter. Bei den über 50-Jährigen würde eine steigende Anzahl den Konsum einschränken und auch zu fleischlosen Alternativen greifen. Insgesamt sinkt der Absatz beim Fleisch allerdings nicht, denn immer wichtiger wird der Export.

Dieser Beitrag wurde am 24. Juni 2017 aktualisiert.
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Kommentare

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Daniela Bohle

Den Namen der Form beibehalten

Ich finde es auch lächerlich, den Verbrauchern zu unterstellen, dass sie sich in die Irre führen lassen, wenn sie im Kühlregal eine Packung sehen, auf der VEGETARISCHE Currywurst steht... Ich finde, dass Bezeichnungen, die die Form beschreiben - wie Wurst - natürlich beibehalten werden können. Oder besteht eine Knetwurst auch aus Fleisch?? Mit Wurst ist die Form gemeint. Daher rührt auch der Name für diverse Würste mit Fleischbestandteilen.

Duden: Wụrst
Substantiv [die]
1. Nahrungsmittel aus zerkleinertem Fleisch [mit Innereien, Blut] und Gewürzen, das in [künstliche] Därme gefüllt wird
2. etwas, was wie eine Wurst aussieht, die Form einer länglichen Rolle hat

Ansonsten kann man ja schreiben vegetarisches oder veganes Bratstück nach Putenbrustart oder Schnitzelart. Das macht Heirler auch schon so ähnlich.

Frank Albrecht

Verbot für Begriff Fleischsalat

Dann dürfte doch ein Verbot für die Begriffe "Fleischpflanzel" oder "Fleischsalat" dem Fleischverband doch auch schmecken. Oder misst er dann mit zweierlei Maß? Absurd ist diese Disskussion auf jeden Fall. Aber um die Verbraucher*innen geht es dem Fleischverband doch überhaupt nicht.

Carin F.

Schlachthofbilder auf Fleischverpackungen

Verbrauchertäuschung sind die Abbildungen glücklicher Tiere und idyllischer Bauernhöfe auf Fleischverpackungen. Ehrlich wären Fotots aus Mastfabriken und Schlachthöfen. Die Fleischindustrie sollte genau wie die Zigarettenindustrie gezwungen werden, solche Ekelbilder auf ihre Verpackungen zu drucken, zusammen mit dem Hinweis: "Für dieses Produkt wurden Tiere gequält und unter grausamen Bedingungen in Akkordarbeit getötet."

Jutta

lächerlich...

Scheinbar hält der DFV die normalen Bürger für Geistig minderbemittelt wenn er ja glaubt das der Normale Verbraucher nicht zwischen mit und ohne Fleisch unterscheiden kann auch nicht wenn es ja dick drauf steht (Vegan oder Vegetarisch oder Fleischfrei) . So macht sich die Brange ja total lächerlich . Zum Glück ist Veganern so etwas total egal wir essen ja keine Namen sondern Produckte....