Starlock-Werkzeugaufnahme für Super-Cut Oszillierende Werkzeuge von Fein: Vom Arztzimmer ins Handwerk

Schneller Arbeiten dank neuer Werkzeugaufnahme: Die oszillierenden Elektrowerkzeuge von Fein erhöhen ab sofort ihre Schlagzahl.

Ulrich Steudel

Oszillierende Elektrowerkzeuge von Fein: Super-Cut, Multi-Master und Multi-Talent (v.l.). - © Fein

Der Fein Super-Cut Construction ist mit 450 Watt Leistung das Flaggschiff unter den oszillierenden Elektrowerkzeugen der Traditionsmarke aus Schwäbisch Gmünd. Seit diesem Monat wird das vielseitige Gerät mit einer neuen Werkzeugaufnahme ausgeliefert, das dadurch laut Hersteller einen um bis zu 45 Prozent höheren Arbeitsfortschritt erreicht. Das neue Aufnahmesystem wurde gemeinsam von Fein und Bosch entwickelt und ermöglicht den Werkzeugwechsel in weniger als drei Sekunden.

Die Idee, mit Schwingungen in einer extrem hohen Frequenz Material zu bearbeiten, stammt von 1967. Damals entwickelte Fein eine Gipsverbandssäge, deren Bewegung den harten Verband öffnete, ohne die Haut des Patienten zu verletzen. Es war die Geburtsstunde einer neuen Werkzeugkategorie, denn bald schon übertrug Fein das Funktionsprinzip auf weitere Anwendungsbereiche. Das oszillierende Werkzeug wanderte vom Arztzimmer ins Handwerk.

1970 entstand eine oszillierende Karosseriesäge, 1985 dann das erste Schneidwerkzeug zum Ausglasen geklebter Autoscheiben. Es folgte mit dem oszillierenden Dreieckschleifer der Vorfahre des 1995 auf den Markt gebrachten Multi-Masters, der als kleiner Bruder des ein Jahr später vorgestellten Super-Cut gilt. Am Ende eines langjährigen Entwicklungsprozesses stand ein universelles Renovierungssystem, dessen Ausstattung mit Zubehör immer umfangreicher wurde. Und das bis heute am Unternehmenssitz von Fein im Schwäbisch Gmünder Ortsteil Bargau produziert wird.

Inzwischen decken mehr als 100 Werkzeuge als Zubehör eine riesige Anwendungspalette ab. Viele davon sind patentrechtlich geschützt und nur von Fein zu bekommen wie der Schleifteller mit 115 Millimeter Durchmesser, der Fliesenfugen-Reiniger oder der Schleiffinger.

Profi-Sets für bestimmte Berufsgruppen

Der Fein Super-Cut schwingt in einem kleinen Winkel fast 20.000 Mal pro Minute hin und her und beschränkt sich schon lange nicht mehr aufs Sägen und Schleifen. Er kann feilen, polieren, raspeln, schaben, schärfen oder schneiden und spielt vor allem an unzugänglichen Stellen seine Stärken aus.

Den Super-Cut bietet Fein inzwischen in Profi-Sets an, die auf Berufsgruppen wie Schreiner, Fensterbauer, Fliesenleger, Heizungsbauer, Sanitärinstallateure oder Fugensanierer zugeschnitten sind. Mit der patentierten Starlock-Werkzeugaufnahme geht der Werkzeugwechsel ab sofort deutlich schneller als bisher – vorausgesetzt, es wird auch das Starlock-Zubehör verwendet, das mit einer vertieften, dreidimensional geformten Aufnahme ausgestattet sein muss. Das Zubehör kann an der Aufnahme am Elektrogerät aufgedrückt werden und rastet sicher und spielfrei ein.

Alle Geräte auch mit Akku im Angebot

Damit Handwerker auch längere Zeit ohne Probleme für die Gelenke mit dem Super-Cut arbeiten können, hat Fein bereits im vergangenen Jahr ein Anti-Vibrationssystem eingeführt. Dafür wurde ein selbsttragender Motor entwickelt, der vollständig vom Gehäuse entkoppelt ist. In der Folge sanken laut Hersteller die Vibrationswerte um bis zu 70 Prozent.

Alle drei Fein Oszillierer – vom Einstiegsmodell Multi-Talent mit 250 Watt Leistung über den Multi-Master mit 350 Watt und dem Super-Cut mit 450 Watt – gibt es auch in einer Batterie-Variante, die vergleichbar leistungsstark sei wie die Modelle mit Netzkabel. Das Spitzen-Modell Fein Akku Super-Cut AFSC 18 QSL arbeitet mit 18 Volt starken Lithium-Ionen-Akkus. Dafür wurde ein bürstenloser Motor entwickelt, der einen höheren Wirkungsgrad ermöglichen soll.