Fehlendes Eigenkapital

Baubranche besonders betroffen

Fehlendes Eigenkapital

Selbst im vergangenen Jahr, als sämtliche Umsatz- und Ertragsrekorde gebrochen wurden, gelang es den Mittelständlern nicht, ausreichend Eigenkapital anzuhäufen.

Aktuell ist wieder ein Rückgang der ausreichend kapitalisierten (mehr als
30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme) Unternehmen zu verzeichnen: Gab im letzten Jahr noch jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) an, über mehr als 30 Prozent Eigenkapital zu verfügen, so sind es aktuell rund 1,1 Prozentpunkte weniger. Allerdings hat auch die Zahl der unterkapitalisierten Betriebe leicht um 1,3 Prozentpunkte abgenommen.

Die Bauunternehmen haben das Ausbleiben der Auftragseingänge direkt zu spüren bekommen und mussten an ihr Eigenkapital, um die Flaute auszugleichen: Gab im letzten Jahr noch gut jedes fünfte Unternehmen (21,1 Prozent) aus der Baubranche an, ausreichend kapitalisiert zu sein, so liegt die Quote aktuell bei nur noch 13,7 Prozent und damit unter dem Durchschnitt der Branchen. Gestiegen ist aber die Zahl der Baubetriebe, die mit weniger als zehn Prozent haftendem Eigenkapital ausgestattet und damit unterkapitalisiert sind, und zwar von ehemals 32,6 auf 36,8 Prozent. Auch der Dienstleistungssektor musste Federn lassen: Hier sank die Zahl der gut kapitalisierten Unternehmen um 4,3 Prozentpunkte auf 21 Prozent ab. Im verarbeitenden Gewerbe hingegen konnte – trotz der teilweise deutlich verschlechterten Aussagen zum Umsatz und Ertrag – der Aufbau von Eigenkapital weiter vorangetrieben werden.

Bei Creditreform verfügt ein knappes Drittel der Unternehmen (32,2 Prozent) über eine komfortable Eigenkapitalsituation (Vorjahr: 29,5 Prozent). dhz

www.creditreform.de