Augenoptikmesse opti '11 zeigt neue Brillenkollektionen Fashion für die Nase

Bryan Adams und Angelina Jolie haben eines gemeinsam – diese Stars tragen eine Sonnenbrille, die auf der diesjährigen opti Premiere feiern wird. Dabei ist die Münchener Fachmesse vom 28. bis 30. Januar 2011 so etwas wie der Kompass für Trends und Stilrichtungen für das kommende Jahr.

Fashion für die Nase

Frühestens ab Frühsommer sehen die 41 Millionen deutschen Brillenträger dann diese neuen Brillen- und Sonnenbrillenkollektionen im Schaufenster der deutschen Augenoptiker. "Längst gehören Brillen als modische Accessoires zum perfekten Outfit. Für eine gute Beratung müssen die 11.900 augenoptischen Fachgeschäfte in Deutschland wissen, ob Brillen aus Acetat, Titanium, Holz oder Horn gerade in sind. Schließlich muss die Brille dem Kunden an 365 Tagen gut zu Gesicht stehen“, erklärt Dieter Dohr, CEO des opti-Veranstalters GHM Gesellschaft für Handwerksmessen, und fährt fort: "Dabei kommen neue und ausgefallene Ideen vielfach aus Deutschland. Es ist das Land zahlreicher Brillenmanufakturen und die opti ist für viele das Sprungbrett, ganz schnell angesagt zu sein.“

Bei den opti-Ausstellern ist für das Jahr 2011 ein Brillentrend erkennbar: Retrobrillen im Stil der 20er-Jahre kehren ins Sortiment zurück. Die so genannten Pantobrillen zeichnen sich durch große runde Gläser aus – die John Lennon Brille kehrt damit zurück.

Neben Brillenfassungen zeigt die Messe auch Weiterentwicklungen bei Kontaktlinsen und Brillengläsern. So zeichnen sich Kontaktlinsen durch stetig erhöhten Tragekomfort und Sauerstoffdurchlässigkeit aus. Bei den Gläsern aus Kunststoff oder Mineralglas wird hingegen auf Gewichtsreduktion, hohe Kratzfestigkeit und verbesserte Beschichtung gegen UV-Strahlen geachtet. Dabei müssen alle Brillengläser höchste Anforderungen erfüllen. Denn der Brillenträger, der täglich rund 100.000 Bewegungen mit Kopf und Augen ausführt, will mit seinen Gläsern in jeder Situation scharf sehen – egal, ob am Arbeitsplatz vor dem Computer oder beim Sport.

Zu den klassischen Produkten Gläser und Kontaktlinsen wird in Zukunft sicherlich auch Low Vision-Technologie "made in Germany“ große Nachfrage generieren. Unter Low Vision versteht man Lesehilfsmittel wie Lupen für das Bücherlesen oder spezielle Fernrohre, um beispielsweise Zuganzeigen entziffern zu können. Deutsche Firmen zählen hier zu den Weltmarktführern, die ihre Neuenwicklungen stets auf der opti vorstellen. Alleine in Deutschland sind auf Low Vision Produkte über 500.000 Menschen angewiesen, weil sie nur noch über eine Sehkraft bis 30 Prozent verfügen. Angesichts des demographischen Wandels wird jedoch die Zahl der betroffenen Personen stark steigen.

dhz