Im Jobinterview, bei den neuen Kollegen, in der Liebe Erster Eindruck: Warum das Aussehen doch zählt

Sie wollen im Vorstellungsgespräch intelligent wirken? Dann probieren Sie es doch einmal mit einer Brille! Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie wichtig der erste Eindruck tatsächlich ist, was beim zukünfigen Chef, den neuen Kollegen oder Kunden positiv hängenbleibt – und was beim Gegenüber gar nicht gut ankommt.

Spielzeugaugen auf rosa Hintergrund.
Laut einer Studie zählt der erste Eindruck für mehr als 70 Prozent der Befragten. - © Paopano - stock.adobe.de

In Bewerbungsgesprächen, mit dem neuen Team oder Kunden: Begegnungen gibt es im Leben viele. Dabei ist der erste Eindruck, den man auf sein Gegenüber hat, nicht zu unterschätzen. Das zeigt nun auch eine aktuelle Studie von Lenstore, Online-Händler für Kontaktlinsen, bei der 1.000 Deutsche zu dem Thema befragt wurden.

Demnach stimmen mehr als 70 Prozent der Aussage zu, dass der erste Eindruck zählt – das gelte vor allem dann, wenn man jemanden romantisch trifft. Darüber hinaus vertrauen mehr als die Hälfte der Menschen ihrem ersten Eindruck und sagen auch, dass dieser in der Regel richtig ist. Das Aussehen spielt hierbei für viele Menschen eine Rolle: Fast die Hälfte der Befragten gibt zu, dass sie ihr Gegenüber eher positiv bewerten, wenn sie die Person attraktiv finden.

Erster Eindruck: Was kommt beim Bewerbungsgespräch gar nicht gut an?

Vor allem in der Berufswelt ist der erste Eindruck wichtig. Das gilt besonders bei Bewerbungsgesprächen. Einige Dinge können hier eher negativ auffallen. So erscheinen für die meisten Befragten (28 Prozent) Personen als unzuverlässig, wenn sie den Augenkontakt im Jobinterview vermeiden. Auch ein schlechter Körpergeruch kommt bei 24 Prozent nicht gut an. Und wer nicht lächelt, macht einen schlechten Eindruck bei 22 Prozent der Befragten.

Die Top drei Dinge, die umgekehrt für einen guten ersten Eindruck bei einem Vorstellungsgespräch sorgen: Für 42 Prozent der Befragten ist das eine gute Hygiene und kein Körpergeruch. Es folgt das Aussehen (39 Prozent) und die Kleidung bzw. der Stil (24 Prozent).

Wer viel lächelt und Augenkontakt hält, wirkt vertrauenswürdig

Andere Faktoren können die Wahrnehmung des Gegenübers scheinbar ganz gezielt beeinflussen. Wenn es nach 25 Prozent der Befragten geht, wirken Personen besonders intelligent, die eine Brille tragen. Eine schlechte Haltung dagegen mindert den Eindruck, dass eine Person als intelligent wahrgenommen wird. Besonders vertrauenswürdig wirken laut der Umfrageteilnehmer Menschen, die häufig lächeln und viel Augenkontakt aufnehmen. Beide Faktoren haben auch den meisten Einfluss darauf, wie selbstbewusst eine Person wahrgenommen wird.

Was zählt beim ersten Eindruck noch?

  • Aussehen: Eine Person aufgrund ihres Aussehens zu beurteilen, finden viele Menschen oberflächlich. Tatsächlich gibt aber mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) zu, dies zu tun. Fast die Hälfte bewertet das Gegenüber eher positiv, wenn sie die Person attraktiv finden.
  • Übergewicht und Piercings: Männer sind oberflächlicher als Frauen, was das Erscheinungsbild anderer angeht: So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Männer übergewichtige Menschen negativ beurteilen (38 Prozent im Vergleich zu 19 Prozent bei den Frauen). Auch Tätowierungen und Piercings kommen bei 41 Prozent der Männern nicht so gut an. Bei den Frauen sind es nur 23 Prozent.
  • Soziale Medien: Fast jeder Zweite sagt, dass die Sozialen Medien einen großen Einfluss auf ihre Meinung über eine neue Person haben.
  • Selbstbild: Fast die Hälfte der Befragten macht sich Sorgen darüber, was andere von ihnen denken. Bei den Männern fühlen sich 54 Prozent aufgrund ihres Aussehens unsicher, wenn sie jemanden das erste Mal treffen. Damit liegt der Wert sieben Prozent höher als beim weiblichen Geschlecht.

Quelle: Studie Lenstore