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Steuertipp Einkommensteuer: Das gilt für die Pflegegrade 4 und 5

Menschen mit Behinderung steht bei der Einkommensteuer ein steuersparender Behinderten-Pauschalbetrag zu. Dieser beträgt je nach Grad der Behinderung zwischen 310 Euro und 3.700 Euro pro Jahr. Bei Pflegegrad 4 und 5 gilt der höchste Abzugsbetrag.

Seit 2017 gibt es statt drei Pflegestufen fünf Pflegegrade. Menschen mit Pflegestufe III waren bis Ende 2016 gleichgestellt. Ab 2017 ist die Einstufung in Pflegegrad 4 und 5 gleichbedeutend mit dem Merkzeichen H im Behindertenausweis. Das bedeutet für Steuerzahler mit Pflegegrad 4 und 5 im Jahr 2017 Folgendes:

  • Dem Behinderten steht der erhöhte Behinderten-Pauschalbetrag in Höhe von 3.700 Euro zu.
  • Wird der Behinderte zu Hause gepflegt, steht der Pflegeperson bei häuslicher Pflege der Pflegebetrag von 924 Euro als außergewöhnliche Belastung zu (BMF, Schreiben v. 19.8.2016, Az. IV C 8 – S 2286/07/10004).

Steuertipp: Verstirbt ein Mensch mit Behinderung, kann der Erbe im Rahmen der Erbschaftsteuerermittlung einen zusätzlichen Pflegefreibetrag in Höhe von 20.000 Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass der Erbe den Behinderten nachweislich regelmäßig gepflegt hat. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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