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Eigenheim und Betriebvor Einbrechern schhützen Einbruchschutz: Worauf man bei Rollläden unbedingt achten muss

Vor allem im Winter ist Einbruchschutz wichtig. In der kalten Jahreszeit haben "Langfinger" Hochkonjunktur. Mit dem richtigen Rollladen lassen sich Fenster in Eigenheim und Betrieb einbruchsicher machen. Worauf man bei Rollläden achten muss.

Rollläden sind ein guter Schutz gegen Einbrecher. Allerdings ist nicht jeder Rollladen an den Fenstern ist eine echte Barriere - so wie geprüfte und widerstandsfähige Rollläden, die sich bei Einbruch der Dunkelheit automatisch herunterfahren. Ältere und daher meist einfache Modelle lassen sich leicht hochschieben oder aus den seitlichen Führungen ziehen. Worauf man bei Rollläden achten muss, damit diese echten Einbruchschutz bieten.

Wie finde ich heraus, ob mein Rollladen einbruchsicher ist?

Zunächst einfach versuchen den Rollladen von außen hochzuschieben. Ist dies möglich, ist der Rollladen nicht einbruchsicher. Außerdem zeigt ein Druck mit der Handfläche auf die Mitte des Rollladens, ob der Rollladenpanzer stabil ist oder sich leicht durchdrücken lässt. Auch das verwendete Material ist wichtig, um zu erkennen, wie robust der Rollladen ist. Hier gilt: Aluminium-, Stahl- oder Holzrollladen sind deutlich widerstandsfähiger als Kunststoff.

Wo sollten alte Rollläden auf jeden Fall ausgetauscht werden?

Besonders an den gefährdeten Einbruchstellen wie Fenster im Erdgeschoss und Terrassentüren kann ein Austausch sinnvoll sein. An diesen Stellen sollten unbedingt geprüfte einbruchhemmende Rollläden verwendet werden. Sie werden in sechs Widerstandsklassen von der niedrigsten RC 1 bis zu RC 6 eingeteilt. Empfehlenswert sind Rollläden ab Widerstandsklasse RC 2. Diese Klassenangabe ist bei schon eingebauten Modellen auch ein Hinweis auf ihre Belastbarkeit. Achtung: Bis Herbst 2011 wurden die Modelle mit WK statt RC gekennzeichnet, der Zahlenwert ist gleich.

Wie sicher ist Ihr Rollladen gegen Einbrecher? Verschiedene Rollladensysteme im Test

Unterschiedliche Rolladensysteme im Stabilitätscheck.

Was macht einen einbruchsicheren Rollladen aus?

Einbruchsichere Rollläden haben Sonderausstattungen wie stabile Rollladenpanzer und verstärkte Führungsschienen. "Aluminium mit Hartschaumkern oder Edelstahl ist hier die erste Wahl", sagt Karlheinz Kirschbaum, Fachberater der Einbruchs-Initiative "Nicht bei mir!". Ein weiterer Tipp: Bei nachträglich montierten Anlagen sollte auch der Rollladenkasten aus stranggepresstem Aluminium bestehen. Ein stabiler Kasten hat eine mindestens zwei Millimeter dicke Wand. Neben Rollladenstäben aus einem Aluminiumband mit spezieller Aufschäumung kann auch Holz mit einer Kettenverbindung der Stäbe verwendet werden. Zudem raten Experten dringend zu einer automatischen Sicherung, die ein Hochschieben von außen verhindert.

Was sind die Nachteile von Rollläden als Einbruchschutz?

Die Nachteile liegen auf der Hand: Ein Rollladen ist gegen Einbrüche nur wirksam, wenn er ganz heruntergelassen und gesichert ist. Aber sind die Fenster über längere Zeit so verriegelt, fällt auf, dass die Bewohner verreist sind - die Rollläden werden zum Lockmittel. Und auch dann gilt: Ein Rollladen kann das Eindringen in ein Haus oder den Betrieb nicht verhindern, sondern nur zeitlich verzögern.

Allerdings ist genau diese Zeitfrage für Einbrecher wichtig: Je länger sie brauchen, desto eher werden sie erwischt. Die Einbruchsversuche werden meist nach drei bis fünf Minuten abgebrochen. Zertifizierte Rollläden sollten dieses Zeitfenster überstehen. Wichtig ist aber auch, dass Fenster und Türen hinter den Läden gesichert sind. Einbruchsexperte Kirschbaum rät: "Es sollte immer zuerst das Fenster oder die Tür gegen Aufhebeln gesichert werden, bevor man Geld in die Absicherung durch einen Rollladen investiert."

Wie teuer ist die Umrüstung auf einbruchsichere Rollläden?

Eine Automatisierung, also das automatische Öffnen und Schließen der Rollläden, kostet im Schnitt rund 300 bis 500 Euro. Ein guter Sicherheitsrollladen rund 100 Euro pro Quadratmeter. Das gilt jedoch nur für Einbauten. Vorbauelemente, die sich auch nachträglich montieren lassen, haben andere Preise. Hinzu kommt, dass Sicherheitsrollladen von einem Fachbetrieb eingebaut werden müssen. Hausbesitzer oder Betriebsinhaber, die auf eine Rollladenanlage der Widerstandklasse RC2 oder höher umrüsten möchten, müssen mit Mehrkosten von etwa 200 Prozent im Vergleich zum Standardrollladen rechnen.

Wichtig:

Vom Fachmann eine Montagebescheinigung aushändigen lassen.

Muss immer der ganze Rollladen ausgetauscht werden?

Nein, es muss nicht zwangsläufig der ganze Rollladen ausgetauscht werden. Die automatische Hochschiebesperre lässt sich bei manchen Modellen auch nachträglich einbauen. Ein Motor zusammen mit einer Zeitschaltuhr fährt außerdem die Rollläden zu programmierten Zeiten hoch und runter - was die Anwesenheit der Bewohner vorgaukelt. Darüber hinaus lassen sich Bewegungsmelder installieren, die bei registrierter Bewegung in Fensternähe die Rollläden bewegen.

Ist es sinnvoll die Rollladen-Automatik ins Smart Home einzubinden?

Ja! Der Versuch den Rollladen zu manipulieren, führt dann beispielsweise dazu, dass alle Rollläden nach unten fahren, das Licht im Haus oder im Garten sich einschaltet, eine Mail an den Eigentümer gesendet wird, eine Sirene ausgelöst wird oder auch eine Kamera mit der Aufnahme beginnt. Deshalb ist die Einbindung der Rollladen-Automatik in ein Smart-Home-System ist eine der besten Lösungen für den Einbruchschutz.  end/dpa

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