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Steuertipp Ehegatte als Minijobber: Besonderheit bei privater Krankenversicherung

Viele Betriebsinhaber sind auf die Mitarbeit des Ehepartners angewiesen. Wer sonst würde nach Feierabend oder an den Wochenenden Büroarbeiten erledigen oder Kostenvoranschläge tippen und versenden. Erfolgt die Anstellung als Minijobber, sind für privat krankenversicherte Ehegatten Besonderheiten zu beachten.

Stellen Sie Ihren Ehegatten als Minijobber an, dürfen Sie die kompletten Gehaltszahlungen als steuersparende Betriebsausgaben geltend machen. Abziehbar sind das überwiesene Gehalt sowie die pauschalen Abgaben für Lohnsteuer, Kranken- und Rentenversicherung und für die Umlagen.

Nicht alle Pauschalen sind zwingend abzuführen

Bei einem Minijob-Arbeitsverhältnis mit einem Maximalgehalt bis 450 Euro pro Monat müssen folgende Pauschalabgaben an die Minijobzentrale abgeführt werden:

  • 15 Prozent Rentenversicherungsbeiträge
  • 13 Prozent Krankenversicherungsbeiträge
  • Zwei Prozent Lohnsteuer
  • 0,90 Prozent für Umlage 1
  • 0,19 Prozent für Umlage 2
  • 0,06 Prozent für Insolvenzgeldumlage

Ist der angestellte Minijobber jedoch privat krankenversichert, muss die 13-prozentige Pauschalabgabe nicht mehr abgeführt werden. Das kann auch den Ausführung im Online-Portal der Minijobzentrale entnommen werden.

Steuertipp: Eine gute Nachricht gibt es auch für die als Minijobber angestellten Ehegatten. Sie müssen ihr Minijobgehalt nicht mehr in der Steuererklärung angeben und versteuern. Sie können das Gehalt steuerfrei kassieren. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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