Steuertipp Digitale Weihnachtsfeier: Diese Kosten können Sie absetzen

Die Corona-Pandemie zwingt zahlreiche Betriebe zum Umplanen – auch beim Thema Weihnachtsfeier. Statt in Präsenz kommen wohl auch 2021 wieder viele Belegschaften "nur" digital zusammen. Das sind die Steuer-Regeln bei Online-Events.  

Online Escape-Room, digitaler Kochabend oder virtuelle Brauereibesichtigung: Viele Arbeitgeber weichen auch in diesem Jahr wieder auf alternative Weihnachtsfeiern aus. - © Stockhausen - stock.adobe.com

Egal ob Essens- und Getränkepaket, virtuelle Kochkurse oder gemeinsame Onlinespiele – digitale Weihnachtsfeiern können aufwendig sein. Wichtig dabei: Auch für solche Events gelten die lohnsteuerrechtlichen Regelungen, erklärt die Bundessteuerberaterkammer in Berlin.

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Das heißt: Zuwendungen der Firma im Rahmen der digitalen Weihnachtsfeier bleiben bis zu einem Betrag von 110 Euro je Mitarbeiter steuerfrei. Für diese Grenze werden alle Aufwendungen einschließlich der Umsatzsteuer zum Beispiel für Speisen oder Geschenke zusammengerechnet. Maximal kann ein Unternehmen zwei Veranstaltungen pro Jahr für seine Belegschaft durchführen, ohne dass Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen.

Betrieb kann pauschale Versteuerung wählen

Fällt die Feier üppiger aus, sind für den Teil, der die Grenze übersteigt, Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge beim Mitarbeiter abzurechnen. Denn dann gilt die Weihnachtsfeier als geldwerter Vorteil. Alternativ kann die Firma den höheren Aufwand pauschal versteuern.

Digitale Weihnachtsfeier muss allen offenstehen

Weitere Voraussetzung: Betriebsfeiern müssen grundsätzlich allen Arbeitnehmern offenstehen. Arbeitgeber können entweder alle Angestellten des Betriebs einladen. Dazu zählen auch Minijobber, Aushilfen und Praktikanten. Oder sie laden alle Zugehörigen eines Betriebsteils ein. Feiert nur eine Abteilung, muss jedoch auch hier jedes Teammitglied teilnehmen können. Einladungen nur nach Hierarchie, Umsatzzahlen oder Funktion sind lohnsteuerrechtlich unzulässig. Ob am Ende tatsächlich teilgenommen wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Wer in diesem Jahr aufgrund der Planungsunsicherheiten statt einer Feier den Beschäftigten lieber Präsente überreichen möchte, muss die geltenden Freigrenzen von 60 Euro für Geschenke aus besonderem persönlichem Anlass beziehungsweise 44 Euro für Sachgeschenke beachten. Der Freibetrag für Veranstaltungen von 110 Euro kann hier nicht herangezogen werden. dpa/fre