Von dreidimensional beweglichen Lagerrobotern über RFID-Reader der nächsten Generation bis hin zu KI-gestützter Prozessoptimierung: Die Fachmesse Logimat hat wieder die besten Neuentwicklungen der Intralogistik-Branche ausgezeichnet. Diese drei Gewinner zeigen, wohin die Reise geht.
Auf der Fachmesse Logimat sind wieder die drei besten Neuentwicklungen im Bereich der Intralogistik ausgezeichnet worden. Die Messe für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement prämiert jedes Jahr Produkte in drei Kategorien.
Bewegung in 3 Dimensionen
Sieger in der Kategorie "Kommissionier-, Förder-, Hebe-, Lagertechnik" wurde der Aeorbot der österreichischen Knapp AG. Das Aerobot-System wurde auf der diesjährigen Messe zum ersten Mal ausgestellt und ist ein Systemdesign für roboterbediente Kompaktlagerung. Aerobots sind eine neue Generation an Lagerrobotern im Bereich der automatisierten Lagersysteme.
Eine Neuerung der autonomen mobilen Roboter (AMR) ist die Friction-Drive-Technologie. Die Robots können sich dadurch in drei Dimensionen bewegen. Bislang ist das nach Informationen der Messe einzigartig in der Branche. Sie bewegten sich unter dem Regalsystem und vertikal entlang der Regale bis zum vorgegebenen Stellplatz. Ein kleiner Bot-Satellit übernehme dort das Ein- und Auslagern der Systembehälter.
Zuverlässige Erfassung in komplexen Umgebungen
In der Kategorie "Identifikation, Verpackungs- und Verladetechnik, Ladungssicherung" hat die RFID Reader Generation 4 der Kathrein Solutions GmbH gewonnen. Mit der Technologie des Rain RFID könnten Daten auch in komplexen Umgebungen zuverlässig erfasst werden. Das Gerät könne auf einem Gabelstapler alle Transponder auf einer Palette sicher und gezielt auslesen.
So könne eine Echtzeit-Inventur der auf einer Palette angebrachten Transponder noch während einer Bewegung erfolgen. Wenn Gabelstapler einen Lkw mit Paletten be- oder entladen oder Paletten ihre Position im Lager wechselten, würden die getaggten Produkte automatisch gelesen und ihre Bewegung registriert. Mit der Echtzeitvernetzung entfalle eine zeit- und kostenintensive Erfassung.
KI gibt Optimierungsempfehlungen
Den Preis in der Kategorie "Software, Kommunikation, IT" erhielt die "PSIwms AI" der PSI Software SE. Mit der KI-Plattform stelle PSI Kunden ein neuartiges Werkzeug zur Analyse, Planung und Optimierung von Logistikprozessen im Lager zur Verfügung. Die KI analysiere stündlich Tausende von Lagerbetriebsszenarien und gebe Empfehlungen zur Optimierung.
Grundlage sei ein digitaler Zwilling des realen Lagers, der Daten generiert, die für das Training von Machine-Learning-Modellen verwendet würde. Das virtuelle Testlager sei mit dem Warehouse Management System verbunden und repräsentiere das reale Lager, indem es alle relevanten Prozesse und Merkmale widerspiegele. Mithilfe der Analyse könnten wichtige Kennzahlen verbessert werden. Durch Optimierung der Prozesse etwa können Kommissionierungswege verkürzt und die Effizienz des gesamten Prozesses verbessert werden. dhz
