Die deutsche Bauwirtschaft hat im Juni nach dem Einbruch im Mai wieder mehr Aufträge erhalten. Die Baunachfrage nahm im Hochbau um 5,3 Prozent und im Tiefbau um 2,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe preisbereinigt um vier Prozent. Der Gesamtumsatz belief sich im Juni auf rund 8,5 Milliarden Euro und stieg damit um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Mehr Umsatz, weniger Mitarbeiter
Von Januar bis Juni 2012 machte das Bauhauptgewerbe den Statistikern zufolge rund 39 Milliarden Euro Umsatz, das waren 0,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Obwohl es für die Bauwirtschaft mehr Arbeit gab, sank die Zahl der Beschäftigten binnen eines Jahres um 1,8 Prozent auf 731.000.
Während für die gesamtdeutsche Wirtschaft Anzeichen für eine leichte Schwächephase erkennbar sind, zeigt sich das Handwerk insgesamt weiter optimistisch.
Bei einer Befragung unter 4.400 Betrieben berichteten nur zwölf Prozent über derzeit schlecht laufende Geschäfte. Die wichtigste "Energiequelle" des Daueraufschwungs im Handwerk ist der Bauboom. 92 Prozent der Bauhandwerker bewerten die Geschäftslage positiv. dapd/dhz