Eine Herbstumfrage unter Elektrofachbetrieben zeigt: Mehr E-Handwerker profitieren vom Einbau von Photovoltaik, Speichern oder Wärmepumpen. In einem anderen Bereich scheint der Markt hingegen gesättigt.

Die elektro- und informationstechnischen Handwerke in Deutschland profitieren vermehrt von der Energiewende. "Immer mehr E-Unternehmen erweitern ihr Portfolio um die Installation von Solaranlagen, Batteriespeichern oder Wallboxen", sagte Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), mit Blick auf die Herbstumfrage unter rund 1.500 Betrieben. Auch würden immer mehr Betriebe beim Einbau von Wärmepumpen mitwirken.
Mehr Geschäft mit Wärmepumpen trotz Streit um Heizungsgesetz
Nach der Umfrage legte der Anteil von Photovoltaik-Anlagen und Speichern am Umsatz von 5,8 Prozent im Frühjahr auf 7,1 Prozent im Herbst zu. Das entspreche einem halbjährlichen Wachstum von 21,4 Prozent bei PV-Anlagen und 28,3 Prozent bei Speichern. Bei Wärmepumpen wurde ein Anstieg des Umsatzanteils um einen Prozentpunkt auf 2,8 Prozent verzeichnet. Und dies obwohl manche Verbraucher wegen des Streits um das Gebäudeenergiegesetz das Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt hätten.
Marktsättigung bei Wallboxen
Anders sieht es dagegen bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aus. Hier sind die Umsatzanteile zwischen Frühjahr und Herbst um 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent zurückgegangen. Die vielen Förderprojekte zur E-Mobilität hätten hier nach Einschätzung des Zentralverbands zu einem Sättigungseffekt im Markt geführt.
Sektorkopplung immer wichtiger
Wie Hauptgeschäftsführer Neuhäuser weiter mitteilte, vernetzten auch immer mehr Betriebe die genannten Technologien miteinander und treiben so auch die Sektorkopplung voran. Darunter versteht man ganz allgemein die Verbindung der "Energiesektoren" Strom, Wärme und Verkehr. So waren nach Angaben des Verbands im ersten Halbjahr 2023 knapp ein Viertel der Betriebe in den drei Segmenten Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität tätig. "Ihnen stehen 19,7 Prozent gegenüber, die im gleichen Zeitraum in keinem dieser Wachstumsmärkte aktiv gewesen sind", betonte Neuhäuser.