Präsidentschaft beginnt 2023 Dachdeckermeister Jörg Dittrich ist neuer ZDH-Präsident

Er ist ab 2023 Deutschlands oberster Handwerker: der Dresdner Dachdeckermeister Jörg Dittrich wurde in Augsburg zum neuen Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gewählt. Der 53-Jährige folgt damit auf Hans Peter Wollseifer.

Der amtierende Handwerkspräsident und sein Nachfolger: Hans Peter Wollseifer (links) gratuliert Jörg Dittrich zur Wahl. - © Sascha Schneider

Der Dachdeckermeister Jörg Dittrich aus Dresden ist zum neuen Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gewählt worden. Mit deutlicher Mehrheit (mehr als 96 Prozent) bestimmten die Spitzenvertreter des deutschen Handwerks den 53-Jährigen zum Nachfolger von Hans Peter Wollseifer, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antrat. Die Präsidentschaft Dittrichs beginnt am 1. Januar 2023. "Ich freue mich über das große Vertrauen der ganzen Handwerksorganisation. Aus der klaren Wahlentscheidung nehme ich viel Rückenwind für die anstehenden Aufgaben mit."

Jörg Dittrich ist Präsident der Handwerkskammer Dresden und führt einen Dachdeckerbetrieb in vierter Generation. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder. Seit dem vergangenen Jahr ist er außerdem Präsident des Sächsischen Handwerkstags. Seit 2017 gehört er dem geschäftsführenden Präsidium des ZDH an.

Dittrich folgt auf Wollseifer als ZDH-Präsident

Er löst den 67-jährigen Hans Peter Wollseifer ab, der seit 2014 an der Spitze des ZDH steht. Wollseifer ist Meister im Maler- und Lackiererhandwerk und Präsident der Handwerkskammer zu Köln. Gemäß den Statuten des Handwerksverbands trat er nach drei Amtszeiten nicht mehr an. Gewählt wurde der neue ZDH-Präsident beim Deutschen Handwerkstag in Augsburg.

Fachkräftesicherung als Schwerpunkt seiner Arbeit

Dittrich nannte als Schwerpunktthemen seiner Amtszeit die Fachkräftesicherung und Stärkung der beruflichen Bildung, Digitalisierung und Innovation im Handwerk sowie die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme und damit verbunden die Entlastung des Faktors Arbeit von Sozialabgaben. Bei einer kurzen Pressekonferenz äußerte sich der neue Handwerkspräsident auch zu seiner politischen Positionierung: "Ich stehe in der Mitte der Gesellschaft und sehe auch das Handwerk dort verortet."